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Lupe Spiegel: Hochhuth ist «geistiger Brandstifter»

Der Schriftsteller Hochhuth ist aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland ein «geistiger Brandstifter». Diese habe er mit seiner Verteidigung des Holocaust-Leugners Irving bewiesen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland den Schriftsteller Rolf Hochhuth scharf für dessen Äußerungen kritisiert. Er hatte den britischen Autor David Irving verteidigt, der dafür bekannt ist, den Holocaust zu leugnen. «Wenn Hochhuth den Briten als angeblich seriösen Wissenschaftler in Schutz nimmt, macht er sich dessen Position zu eigen und leugnet damit selbst den Holocaust», sagte Zentralratspräsident Paul Spiegel am Montag.

Hochhuth zeige sich damit «als geistiger Brandstifter». Der Schriftsteller hatte laut dem Berliner «Tagesspiegel» gesagt, der in München verurteilte Irving sei «sehr viel seriöser als viele deutsche Historiker».

Dieses «Gerede» des Schriftstellers ist nach Spiegels Worten «ein gezielter Tabubruch und der fortgesetzte Versuch, Geschichte umzuschreiben und den Antisemitismus in Deutschland weiter salonfähig zu machen». Es sei «bestürzend und ernüchternd», dass weder Widerspruch noch Protest aus Kultur, Politik und Gesellschaft gekommen sei, betonte der Zentralratspräsident.

Hochhuth hatte mit seinen Äußerungen im «Tagesspiegel» Aussagen aus einem Interview mit dem rechtsgerichteten Wochenblatt «Junge Freiheit» erneuert. Dort hatte Hochhuth gesagt, Irving sei ein «ehrenwerter Mann». Der Vorwurf, er sei ein Holocaust-Leugner, sei idiotisch. (nz)