21. Feb 2005 18:50
Der Schriftsteller Hochhuth ist aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland ein «geistiger Brandstifter». Diese habe er mit seiner Verteidigung des Holocaust-Leugners Irving bewiesen.
Hochhuth zeige sich damit «als geistiger Brandstifter». Der Schriftsteller hatte laut dem Berliner «Tagesspiegel» gesagt, der in München verurteilte Irving sei «sehr viel seriöser als viele deutsche Historiker». Dieses «Gerede» des Schriftstellers ist nach Spiegels Worten «ein gezielter Tabubruch und der fortgesetzte Versuch, Geschichte umzuschreiben und den Antisemitismus in Deutschland weiter salonfähig zu machen». Es sei «bestürzend und ernüchternd», dass weder Widerspruch noch Protest aus Kultur, Politik und Gesellschaft gekommen sei, betonte der Zentralratspräsident.
Hochhuth hatte mit seinen Äußerungen im «Tagesspiegel» Aussagen aus einem Interview mit dem rechtsgerichteten Wochenblatt «Junge Freiheit» erneuert. Dort hatte Hochhuth gesagt, Irving sei ein «ehrenwerter Mann». Der Vorwurf, er sei ein Holocaust-Leugner, sei idiotisch. (nz)