23. Okt 2007 13:46
Wegen tödlicher Zwischenfälle mit Sicherheits-Firmen im Irak steht die US-Regierung unter Druck. Nun hat ein Ausschuss eine zentrale Kontrolle der Unternehmen vorgeschlagen.
US-Außenministerin Condoleezza Rice lobte die Vorschläge als zukunftsweisend, wie der Sender CNN am Dienstag berichtete. Laut Beamte des Ministeriums sollen die Bedingungen, unter denen die Security-Mitarbeiter in Kriegsgebieten eingesetzt werden, genau untersucht werden. Für eine zentrale Kontrolle der Securityfirmen hatte sich bereits Verteidigungsminister Robert Gates ausgesprochen.Beschäftigte der Firma Blackwater waren beschuldigt worden, am 16. September in Bagdad eine Schießerei begonnen zu haben, bei der laut den irakischen Behörden 17 Zivilisten getötet wurden. Die irakische Regierung warf dem Unternehmen «vorsätzlichen Mord» vor und forderte Blackwater zum Verlassen des Landes auf. Nach Darstellung der Firma eröffneten die Mitarbeiter erst das Feuer, nachdem sie selbst angegriffen worden waren.
Das US-Außenministerium und die Bundespolizei FBI führen eigene Untersuchungen des Zwischenfalls durch. Die Ergebnisse sollen von einer Kommission aus Vertretern des Iraks und der USA überprüft werden. (nz)