netzeitung.deBin Laden ruft Iraker zum Kampf auf

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Bin Laden will Macht im Irak ausweiten (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bin Laden will Macht im Irak ausweiten
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In einer neuen Botschaft hat Osama bin Laden irakische Extremisten aufgerufen, sich zusammenzuschließen. Zugleich warnte er jedoch «seine Brüder, nicht einer fanatischen Person oder Gruppe zu folgen».

In einer Osama bin Laden zugeschriebenen Tonband-Botschaft hat der Chef des Terrornetzwerkes Al Qaeda militante Iraker aufgerufen, sich «unter dem Banner des Islam» zu vereinen. Die von offizieller Stelle noch nicht analysierte Aufnahme wurde am Montagabend vom arabischen Sender Al-Dschasira ausgestrahlt.

Bin Laden forderte die Stammesführer und Anführer bewaffneter Gruppen auf, sich zusammenzuschließen. Nach Meinung eines Analysten des Senders könnte der Aufruf ein Versuch des Terrorführers sein, die Kontrolle über aufständische Sunniten im Irak wiederherzustellen.

Nach irakischen und US-Angaben folgten immer mehr Anhänger dem Aufruf des sunnitischen Stammesführer Abdul Sattar Abu Rischa. Rischa, der bei einem Anschlag im vergangenen Monat getötet wurde, hatte irakische Sunniten zum Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Qaida aufgerufen.

In den ausgestrahlten Passagen weist Bin Laden darauf hin, dass das Interesse von einzelnen Gruppen dem des Islam als Ganzem untergeordnet sei. In diesem Zusammenhang riet er seinen «Brüdern, insbesondere jenen in Al Qaeda ... zu vermeiden, fanatisch einer Person oder einen Gruppe zu folgen». Sie schuldeten dem islamischen Glauben Treue, und «nicht einem Stamm, einer Nation oder einer Organisation».

Weiter wird in der Tonband-Aufzeichnung vor Spaltungsbemühungen von «Feinden» und «Heuchlern» gewarnt, die sich «in Eure Reihen einschleichen, um Aufruhr ... zu stiften». Das Tonband enthielt Hinweise darauf, wann es aufgenommen worden sein könnte.

Wann das Band aufgenommen wurde und wie es zu Al Dschasira gelangte, teilte der Sender nicht mit. Bin Laden hat in den vergangenen Wochen bereits zwei Botschaften veröffentlicht. (dpa/AP)