USA werfen Iran Terrorbeihilfe im Irak vor
08.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wie die britische «Times» berichtete, hatte sich der US-Botschafter in Bagdad, Ryan Crocker, bereits darüber beklagt, dass Gespräche mit Kabuki Komi über Wege zu einer Stabilisierung des Iraks so gut wie keine Fortschritte erbracht hätten. US-Präsident George W. Bush habe sich daraufhin entschlossen gezeigt, gegen die «mörderische Aktivitäten Teherans» vorzugehen.
Petraeus habe nun den Ton gegenüber dem Iran weiter verschärft, schrieb die Zeitung. Dies könne als Hinweis darauf verstanden werden, dass die USA eine Militäraktion im Iran vorbereiteten. Mehrere iranische Repräsentanten im Irak befinden sich bereits im Gewahrsam der US-Armee.
Den 125.000 Mann starken Revolutionsgarden - und insbesondere den Al-Kuds-Truppen - werfen die USA außerdem Unterstützung für die radikale Hisbollah im Libanon, die palästinensische Hamas im Gazastreifen und die Taliban in Afghanistan vor. Die Regierung in Washington erwägt daher, Al Kuds auf eine Stufe mit dem Terrornetzwerk Al Qaeda zu stellen.
Das Magazin «The New Yorker» berichtete in seiner jüngsten Ausgabe, dass Bush im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes gezielte Luftangriffe auf Stützpunkte der Revolutionsgarden im Iran plane. Die Truppen würden mittlerweile als größere Gefahr gewertet als das iranische Atompogramm. (nz)

