netzeitung.deUSA werfen Iran Terrorbeihilfe im Irak vor

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General Petraeus hat den Ton gegenüber dem Iran verschärft (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe General Petraeus hat den Ton gegenüber dem Iran verschärft
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Iranische Elite-Truppen sollen an Anschlägen auf US-Soldaten im Irak beteiligt sein. US-General Petraeus beschuldigt nun den iranischen Botschafter in Bagdad, Verbindungen zu Terroristen zu haben.

Der US-Oberkommandierende im Irak, General David Petraeus, hat dem iranischen Botschafter in Bagdad Kontakte zu Terroristen vorgeworfen. Hassan Kabuki Komi sei ein Mitglied der radikalen Al-Kuds-Truppen, der Eliteeinheit der Iranischen Revolutionsgarden, sagte Petraeus auf einem US-Stützpunkt nahe der Grenze zum Iran. Die US-Regierung hatte bereits angekündigt, die Revolutionsgarden als terroristische Vereinigung einstufen zu wollen.

Nach Überzeugung der USA ist der Iran an der Ermordung mehrerer irakischer Provinzgouverneure und an Anschlägen auf US-Soldaten beteiligt gewesen. Die iranische Spezialeinheit soll schiitische Attentäter trainiert sowie mit Waffen und Geld ausgestattet haben, so Petraeus. In einigen Fällen habe sie sogar an der Planung der Anschläge mitgewirkt.

Wie die britische «Times» berichtete, hatte sich der US-Botschafter in Bagdad, Ryan Crocker, bereits darüber beklagt, dass Gespräche mit Kabuki Komi über Wege zu einer Stabilisierung des Iraks so gut wie keine Fortschritte erbracht hätten. US-Präsident George W. Bush habe sich daraufhin entschlossen gezeigt, gegen die «mörderische Aktivitäten Teherans» vorzugehen.

Petraeus habe nun den Ton gegenüber dem Iran weiter verschärft, schrieb die Zeitung. Dies könne als Hinweis darauf verstanden werden, dass die USA eine Militäraktion im Iran vorbereiteten. Mehrere iranische Repräsentanten im Irak befinden sich bereits im Gewahrsam der US-Armee.

Iraner im Irak in US-Gewahrsam
Unter ihnen sind auch fünf Verbindungsoffiziere, die im Januar in einer iranischen Vertretung im Norden des Iraks festgenommen worden waren. Nach Darstellung des Pentagons handelt es sich um Mitglieder von Al Kuds. Petraeus' Stellvertreter General Raymond Odierno sprach sich vergangene Woche dafür aus, dass die Männer vorerst nicht freigelassen werden.

Den 125.000 Mann starken Revolutionsgarden - und insbesondere den Al-Kuds-Truppen - werfen die USA außerdem Unterstützung für die radikale Hisbollah im Libanon, die palästinensische Hamas im Gazastreifen und die Taliban in Afghanistan vor. Die Regierung in Washington erwägt daher, Al Kuds auf eine Stufe mit dem Terrornetzwerk Al Qaeda zu stellen.

Das Magazin «The New Yorker» berichtete in seiner jüngsten Ausgabe, dass Bush im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes gezielte Luftangriffe auf Stützpunkte der Revolutionsgarden im Iran plane. Die Truppen würden mittlerweile als größere Gefahr gewertet als das iranische Atompogramm. (nz)