04. Okt 2007 13:35
Das Terrornetzwerk Al Qaeda hat dazu aufgerufen, alle Einwohner einer Kleinstadt im Irak zu töten. In einer Fatwa wurden sie zu «Ungläubigen» erklärt.
Ein Polizeisprecher berichtete, südlich von Tikrit sei die enthauptete Leiche eines Offiziers der Verkehrspolizei aus Al Duluija gefunden worden. Bei weiteren Angriffen in der Provinz Salaheddin seien am Donnerstag fünf Polizisten getötet worden. Die US-Armee und die irakischen Truppen hätten in Salaheddin eine Offensive gegen Extremisten gestartet. In Al Iskandarija südlich von Bagdad starben ein Kommunalpolitiker und vier seiner Leibwächter durch einen Sprengstoffanschlag. Die Nachrichtenagentur Aswat al Irak berichtete, bei der Explosion einer Bombe in einem Minibus habe es am Donnerstag in Bagdads Wasirija-Viertel mehrere Tote und Verletzte gegeben.
Laut dem US-Militärkommando in Bagdad bezahlen Extremisten im Irak angeblich 3000 US-Dollar für jeden Sprengstoffangriff auf die amerikanischen Truppen. Irakische und amerikanische Soldaten hätten am vergangenen Dienstag in der Nähe von Bagdad einen Lederhändler mit Geschäften im Irak, in Syrien und Jordanien gefangen genommen, der mindestens 40 Extremisten «beschäftigt» habe, hieß es.
Im vergangenen Sommer habe der Mann, der 3000 Dollar pro Angriff auf die amerikanischen oder irakischen Truppen zahle, von Unterstützern der Aufständischen insgesamt 100 Millionen Dollar erhalten. Dieses Geld habe er an Terroristen weitergeleitet. (dpa)