02. Okt 2007 17:17
Geschlossen haben die Fraktionen im irakischen Land gegen eine Aufspaltung des Landes gestimmt. Die USA wollten Sunniten, Schiiten und Kurden getrennte Gebiete zuweisen.
Die Gewalt der Terroristen im Irak konzentrierte sich am Dienstag erneut vor allem auf die Provinz Dijala nördlich von Bagdad, in der sowohl Sunniten als auch Schiiten, Kurden und Turkmenen leben. Ein Selbstmordattentäter riss in der Provinzhauptstadt Bakuba an einer Straßensperre zehn Menschen mit in den Tod. Ein Polizeisprecher sagte, zehn weitere Menschen seien bei dem Anschlag verletzt worden. Extremisten erschossen in Bakuba ein Ehepaar und deren Kind, wie die Nachrichtenagentur Aswat al Irak berichtete. Am Montagabend seien zudem drei Entführungsopfer von irakischen Soldaten befreit worden.
Bei Mandali, östlich von Bakuba, nahmen irakische und US-Truppen laut der Agentur 18 Terrorverdächtige fest. In Chalis fuhr ein Auto mit Sprengstoff in eine Straßensperre. Vier Polizisten und zwei Zivilisten wurden getötet, zehn Menschen wurden verletzt. Unbekannte sprengten eine Tankstelle in die Luft.
Die Provinz Dijala ist neben der Hauptstadt Bagdad die Region mit den meisten Gefechten, Terroranschlägen, Attentaten und Entführungen. In Bagdad kamen bei Sprengstoffattentaten am Dienstag vier Menschen ums Leben, 15 wurden verletzt. Ein Zivilist wurde in Kirkuk im Norden des Landes getötet.
Bei Gefechten mit Militanten starben ein weiterer Zivilist und ein Polizist. Die US-Armee meldete, in Kirkuk hätten amerikanische Soldaten einen lokalen Kommandeur der El-Kaida-Terrorzellen erschossen. Wie die US-Armee weiter mitteilte, wurde am Montag ein US-Soldat bei Kämpfen getötet. Ein weiterer US-Soldat starb am vergangenen Sonntag während eines Gefechts im Zentrum von Bagdad. (dpa)