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Britische Regierung zieht Soldaten aus Irak ab

02. Okt 2007 10:01, ergänzt 12:30
Britische Truppen in der Provinz Basra
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Die Sicherheit in der Provinz Basra liegt künftig nicht mehr bei den Briten, sondern in den Händen der irakischen Führung. London verringert noch in diesem Jahr seine Truppen im Irak.

Großbritannien wird bis zum Jahresende weitere 1000 Soldaten aus dem Irak abziehen. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte am Dienstag nach einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Gordon Brown in Bagdad, der Irak werde innerhalb von zwei Monaten die Verantwortung für die Provinz Basra übernehmen. Brown bestätigte die Pläne und sagte, damit könne die Zahl der britischen Soldaten in der Region auf 4500 reduziert werden.


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«Wir sind bereit, innerhalb von zwei Monate die Sicherheit in Basra zu übernehmen und das werden wir tun», sagte Al-Maliki. «Basra wird eine der Provinzen sein, in denen die irakischen Truppen vollständig für die Sicherheit verantwortlich sind.» Anfang September haben die Briten ihren Stützpunkt im Zentrum Basras verlassen und die Soldaten auf die Basis unweit des Flughafens der südirakischen Hafenstadt verlegt.

Brown war am Dienstag ohne vorherige Ankündigung zu seinem ersten Besuch als Premierminister in den Irak gereist. Besuche von Staats- und Regierungschefs werden aus Sicherheitsgründen meist nicht angekündigt. Er wollte von Bagdad nach Basra weiterfliegen und dort britische Soldaten und Kommandeure treffen. Auch ein Gespräch mit dem Befehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General David Petraeus, war geplant.

Bereits zuvor hatten britische Medien über eine möglichen Truppenabzug spekuliert. Brown will am kommenden Montag im Unterhaus eine Rede zur Lage im Irak halten. Der Premierminister stützt sich nach Angaben der britischen Zeitung «The Daily Telegraph» auf eine neue Analyse von Militärs, die kürzlich im Irak untersucht hätten, wie viele britische Soldaten dort noch benötigt werden.

Ein möglicher Truppenabzug steht nach Einschätzung der Zeitung im Zusammenhang mit allgemeinen Wahlen, die Brown Anfang November ansetzen könnte. Die Mehrheit der Briten lehnt den Irak-Einsatz ab. (nz/dpa)

 
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