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Rice hielt Zarqawi für «diabolischen» Taktiker

26. Sep 2007 11:57
Der im Juni 2006 von US-Truppen getötete Extremist Abu Mussab al Zarqawi
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Seit dem Tod von Extremistenchef Zarqawi sieht US-Außenministerin Rice Al Qaeda im Irak stark geschwächt. Der Jordanier sei ein brillanter Taktiker gewesen - seine Nachfolger machten dagegen Fehler.

Abu Mussab al Zarqawi galt als einer der brutalsten Terroristen im Irak, bevor er im Juni vergangenen Jahres bei einem US-Angriff starb. Sein Tod habe eine Lücke gerissen, die das Terrornetzwerk Al Qaeda im Irak bislang nicht habe füllen können, meint die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice.

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Zarqawi sei ein «diabolisch brillanter» Kriegstaktiker gewesen, sagte Rice im US-Sender Fox News. Sie verglich den Extremistenführer aus Jordanien mit amerikanischen Bürgerkriegsgenerälen wie Robert E. Lee und Ulysses S. Grant. Zarqawi sei ein hervorragender Organisator gewesen und habe strategischen Spürsinn gezeigt.

Die Nachfolger des Al-Qaeda-Führers hätten weniger Talent als Zarqawi und machten Fehler, so Rice. Das Netzwerk habe Rückschläge hinnehmen müssen, auch sei der Rückhalt in dem Land für nicht-irakische Extremisten geschwunden. Zwar sei Al Qaeda im Irak zwar weiterhin eine Bedrohung, doch der Tod ihres Führers habe die Terroristen auf längere Sicht geschwächt.

Laut Rice hat Al Qaeda vor allem in der westirakischen Provinz, wo der größte Teil des so genannten sunnitischen Dreiecks liegt, erheblich an Boden verloren. Lokale Stammesführer hätten sich dort gegen das Terrornetzwerk zur Wehr gesetzt. Es werde nicht mehr lange dauern, bis Al Qaeda im gesamten Irak unerwünscht sei, sagte Rice.

US-Militärvertreter hatten im Juli der Nachrichtenagentur AP gesagt, Al Qaeda verfüge derzeit noch über genügend Geld und Kämpfer, um Anschläge in die Wege zu leiten. Das Netzwerk sei im Umbruch, versuche aber, im Irak wieder Fuß zu fassen, hieß es. Zu ihren Hochburgen gehöre bislang die Provinz Dijala im Nordosten des Landes. (nz)

 
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