26. Sep 2007 11:57
Seit dem Tod von Extremistenchef Zarqawi sieht US-Außenministerin Rice Al Qaeda im Irak stark geschwächt. Der Jordanier sei ein brillanter Taktiker gewesen - seine Nachfolger machten dagegen Fehler.
Zarqawi sei ein «diabolisch brillanter» Kriegstaktiker gewesen, sagte Rice im US-Sender Fox News. Sie verglich den Extremistenführer aus Jordanien mit amerikanischen Bürgerkriegsgenerälen wie Robert E. Lee und Ulysses S. Grant. Zarqawi sei ein hervorragender Organisator gewesen und habe strategischen Spürsinn gezeigt. Die Nachfolger des Al-Qaeda-Führers hätten weniger Talent als Zarqawi und machten Fehler, so Rice. Das Netzwerk habe Rückschläge hinnehmen müssen, auch sei der Rückhalt in dem Land für nicht-irakische Extremisten geschwunden. Zwar sei Al Qaeda im Irak zwar weiterhin eine Bedrohung, doch der Tod ihres Führers habe die Terroristen auf längere Sicht geschwächt.
Laut Rice hat Al Qaeda vor allem in der westirakischen Provinz, wo der größte Teil des so genannten sunnitischen Dreiecks liegt, erheblich an Boden verloren. Lokale Stammesführer hätten sich dort gegen das Terrornetzwerk zur Wehr gesetzt. Es werde nicht mehr lange dauern, bis Al Qaeda im gesamten Irak unerwünscht sei, sagte Rice.
US-Militärvertreter hatten im Juli der Nachrichtenagentur AP gesagt, Al Qaeda verfüge derzeit noch über genügend Geld und Kämpfer, um Anschläge in die Wege zu leiten. Das Netzwerk sei im Umbruch, versuche aber, im Irak wieder Fuß zu fassen, hieß es. Zu ihren Hochburgen gehöre bislang die Provinz Dijala im Nordosten des Landes. (nz)