18. Sep 2007 16:14
US-Sicherheitsfirmen im Irak bangen um ihren Lizenzen. Nach einer Schießerei mit mehreren Toten untersucht die Regierung den juristischen Status der privaten Dienstleister.
Damit ist ein wichtiger Pfeiler der amerikanischen Sicherheitsstrategie im Irak gefährdet: Die schwer bewaffneten Dienstleister beschützen im Irak Diplomaten, Regierungsbeamte und auch Militärs. Bisher kann die irakische Justiz sie nicht belangen. Ein Sprecher der Regierung in Bagdad erklärte am Dienstag, dass es notwendig sei, den Status aller privaten Sicherheitsfirmen auf die Übereinstimmung mit dem irakischen Recht hin zu prüfen. Ein Mitglied des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses des irakischen Parlaments, Hassan al Rubaie, erklärte, dass ein Untersuchungsausschuss eingesetzt worden sei, um die Immunität der Sicherheitsfirmen möglicherweise zu beenden.
US-Außenministerin Condoleezza Rice versicherte die irakische Regierung persönlich ihres Mitgefühls. Sie telefonierte am Montag mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki und kündigte an, dass der Vorfall sorgfältig untersucht werde.