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Bushs «Status-quo»-Plan für Irak scharf kritisiert

14. Sep 2007 07:24
Bush bei seiner Ansprache an die Amerikaner
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Im US-Fernsehen hat Präsident Bush erklärt, dass die amerikanischen Truppen im Irak reduziert werden, dafür aber langfristig im Irak bleiben. Sein demokratischer Rivale Obama warf ihm vor, politisch auf der Stelle zu treten.

Die Fernsehansprache von US-Präsident George W. Bush zu seiner weiteren Strategie im Irak ist von den Demokraten heftig kritisiert worden. Bush habe einen «Status-quo»-Plan vorgestellt, erklärte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

Bushs angekündigte langfristige Beziehung zur Regierung in Bagdad sei darauf gegründet, «unsere Soldaten für mindestens zehn Jahre mitten in einem tödlichen Bürgerkrieg zu lassen».

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Der Präsident kündigte am Donnerstagabend eine schrittweise Reduzierung der US-Truppen im Irak auf gut 130.000 Mann an, sprach sich zugleich aber für eine langfristige Unterstützung der Regierung in Bagdad aus. Mit diesen Plänen seien die USA wieder da, wo sie schon im Juni 2006 gewesen seien, kritisierte der Präsidentschaftsbewerber Barack Obama. Allerdings sei diese Situation mit «zusätzlichen 30.000 Soldaten (im Irak) und einem enormen Opfer» herbeigeführt worden.

«Wir haben politisch keinen Fortschritt erzielt», sagte Obama. Seine innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton sagte, Bush habe den Menschen versprochen, dass in einem Jahr die gleiche Zahl von Soldaten im Irak stationiert sein werde wie bereits vor einem Jahr. «Das ist einfach zu wenig und zu spät.»

Der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Harry Reid, erklärte, nach fast fünf Jahren habe Bush nur das verkündet, was bereits die ganze Zeit zu hören sei. «Es ist weder ein Fortschritt, noch ist es die Strategie für Erfolg, die unsere Truppen verdienen», sagte Reid.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, kritisierte, nach Bushs Vorschlag stehe man im Juli kommenden Jahres da, wo man schon im Januar dieses Jahres gewesen sei. Bush will bis Weihnachten die ersten 5700 Soldaten nach Hause holen. Nachdem er die Truppen Anfang des Jahres um 30.000 Mann aufstocken ließ, sind derzeit 168.000 US-Soldaten im Irak stationiert, mehr als jemals zuvor seit Kriegsbeginn. Mehr als 3700 amerikanische Soldaten kamen bislang im Irak ums Leben. (AP)

 
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