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Bush stellt US-Truppenabbau im Irak in Aussicht

03. Sep 2007 14:44, ergänzt 19:57
Zuletzt hatte Bush den irakischen Regierungschef Al-Maliki im Juni 2006 besucht
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Bei einem Überraschungsbesuch im Irak hat US-Präsident Bush eine Truppenverkleinerung angedeutet. Zugleich übte er Kritik an der Regierung al-Maliki.

US-Präsident George W. Bush hat am Montag während eines Überraschungsbesuches im Irak die Möglichkeit einer Truppenreduzierung angedeutet. Voraussetzung sei, dass sich die Sicherheitssituation weiter verbessere, sagte Bush. Er nannte in diesem Zusammenhang aber weder einen Zeitpunkt für einen Abzug noch eine genaue Zahl.

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Zugleich bezeichnete Bush schleppende Fortschritte im Irak als frustrierend. Er verlangte von der Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki mehr Fortschritte. Die US-Truppen hätten dabei geholfen, die Sicherheitslage zu verbessern. Jetzt sei es wichtig, dass die irakische Führung folge und es politische und wirtschaftliche Fortschritte gebe.

Er kündigte der Regierung im Irak die weitere Unterstützung an. Amerika werde die Iraker nicht im Stich lassen, versicherte Bush. Er war am Montag zu einem Überraschungsbesuch auf der Al-Assad-Militärbasis der USA im Westirak eingetroffen, um Gespräche mit US-Kommandeuren, dem irakischen Ministerpräsidenten sowie Stammesscheichs zu führen. Auch Außenministerin Condoleezza Rice, Verteidigungsminister Robert Gates sowie der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley reisten in den Irak.

Blitzbesuch vor Kongressdebatte

In der kommenden Woche findet im US-Kongress in Washington eine mit Spannung erwartete Debatte über die Irak-Politik statt. Dort werden der US-Oberkommandierende im Irak, General David Petraeus, und der Botschafter im Irak, Ryan Crocker, den Abgeordneten Bericht über die Entwicklung in dem Land erstatten. Bushs Beschluss vom Januar zur Entsendung von 30.000 weiteren Soldaten hatte zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen dem Präsidenten und dem Kongress geführt.

Bush forderte die Mitglieder des US-Kongresses auf, erst auf den Bericht der Regierung über die Lage im Irak zu warten und noch keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Verteidigungsminister Gates kam im Irak zunächst mit Petraeus und Crocker zusammen. Danach berief er ein Treffen mit al-Maliki und Präsident Dschalal Talabani ein. US-Präsident Bush ist auf dem Weg zu einer Konferenz der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im australischen Sydney.

Ex-Generäle verurteilen US-Irakpolitik

Es ist Bushs dritter Besuch im Irak seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein durch die US-Truppen im Frühjahr 2003. Der US-Präsident gerät angesichts mangelnder Fortschritte und der anhaltenden Gewalt im Irak immer stärker unter Druck - selbst in den eigenen Reihen verliert er zusehends die Unterstützung. Auch ranghohe Parteifreunde distanzieren sich zunehmend.

Am Wochenende hatten britische Ex-Generäle zudem scharfe Kritik an Bushs Irak-Politik geübt. Die britische Regierung begann am Montag mit dem Rückzug aus dem Zentrum der südirakischen Stadt Basra. Premierminister Gordon Brown wies Vorwürfe zurück, es handele sich um eine Niederlage. Der Rückzug sei eine «vorausgeplante und organisierte» Truppenverlegung. (dpa/AP/nz)

 
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