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Bush relativiert Kritik an irakischem Premier

22. Aug 2007 20:28
US-Präsident Bush (li.) und Iraks Ministerpräsident al-Maliki
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US-Präsident Bush ist Spekulationen entgegengetreten, wonach die Vereinigten Staaten vom irakischen Premier abrückten. Im Gegenteil: Al-Maliki sei ein «guter Mann», sagte Bush.

US-Präsident George W. Bush ist am Mittwoch dem Eindruck entgegengetreten, dass er auf Distanz zum irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki geht. Al-Maliki sei ein «guter Mann mit einer schwierigen Aufgabe», sagte Bush in einer Rede vor Veteranen. «Und ich unterstütze ihn.» Es werde auch nicht in Washington entschieden, ob er im Amt bleibe, sagte Bush. Darüber bestimme das irakische Volk, das jetzt in einer Demokratie und nicht mehr in einer Diktatur lebe.

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Wenige Wochen vor einer wichtigen Debatte im US-Kongress über die amerikanische Irak-Strategie versuchte Bush damit, Irritationen auszuräumen, die er am Dienstag selbst ausgelöst hatte. Er erklärte dabei, dass es ein gewisses Maß an Frustration über die nur schleppend vorankommende Regierungsarbeit im Irak gebe. Enttäuscht über die Arbeit der Regierung unter Al-Maliki hatte sich auch der US-Botschafter im Irak, Ryan Crocker, geäußert. Im US-Senat wurden Forderungen laut, das irakische Parlament solle ihn absetzen.

Al-Maliki wies dies aber am Mittwoch bei einem Besuch in Syrien in scharfer Form zurück. Niemand habe das Recht, seiner Regierung einen Zeitplan vorzuschreiben, sagte Al-Maliki in Damaskus. «Sie wurde vom Volk gewählt.» Solche kritischen Äußerungen kämen von Leuten, die sich Sorgen wegen seines Besuchs in Syrien machten. «Wir werden ihnen keine Aufmerksamkeit schenken», sagte Al-Maliki. «Wir kümmern uns um unser Volk und unsere Verfassung und können auch anderswo Freunde finden», erklärte Al-Maliki.

Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Lastwagenbombe kamen am Mittwoch im Norden des Iraks wieder mindestens 27 Menschen ums Leben, 65 wurden verletzt. Bei den Opfern habe es sich um 18 Polizisten und neun Zivilisten gehandelt, erklärte die Polizei in Beidschi, 250 Kilometer nördlich von Bagdad. Der Täter brachte den mit Sprengstoff beladenen Lastwagen vor dem Gebäude einer Polizeibehörde zur Explosion.

Bei dem schwersten Hubschrauberunglück der US-Streitkräfte im Irak seit zweieinhalb Jahren sind am Mittwoch 14 Soldaten ums Leben gekommen. Ihr «UH-60 Black Hawk» befand sich nach Militärangaben auf einem nächtlichen Kampfeinsatz im Norden des Landes. Die verunglückte US-Hubschrauberbesatzung gehörte der «Task Force Lightning» an, die gegen sunnitische Rebellen vorgeht. Nach ersten Ermittlungen gebe es keine Hinweise, dass der Helikopter unter Beschuss geraten sein könnte, teilten die US-Streitkräfte in Bagdad mit. Offenbar handle es sich um einen mechanischen Defekt. Die genaue Ursache werde aber noch untersucht.

Die US-Streitkräfte im Irak setzen oft Hubschrauber ein, um das Risiko von Überfällen und Bombenanschlägen zu vermeiden. Der schwerste Hubschrauberunglück ereignete sich im Januar 2005. Damals geriet ein Transporthubschrauber in einen Sandsturm, 31 Soldaten wurden tödlich verletzt.

Offenbar abgeschossen wurde eine «Black Hawk» am 20. Januar dieses Jahres in der Provinz Dijala. Damals kamen zwölf Soldaten ums Leben. Insgesamt wurden seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 mehr als 3.700 US-Soldaten getötet. (AP)

 
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