25. Dez 2006 18:24
Eine Festnahme von Iranern im Irak hat zu Verstimmungen zwischen Washington und Bagdad geführt. Zwei von ihnen waren Gäste des irakischen Präsidenten Talabani. Entsprechend bestürzt zeigte sich dieser über die US-Aktion.
Einige der vier Festgenommenen seien auf dem Grundstück des einflussreichen Schiitenführers Abdul Asis al Hakim aufgegriffen worden, der Anfang des Monats mit US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus zusammengetroffen war, schrieb die «New York Times». Dem Bericht zufolge wurden außerdem zwei iranische Diplomaten, ihre iranischen Leibwächter und ihr irakischer Fahrer festgesetzt. Die Diplomaten seien später wieder freigelassen worden. Die USA werfen Teheran vor, schiitische Milizen im Irak mit Waffen zu beliefern. Dennoch steht die US-Regierung zunehmend unter Druck, den Dialog mit dem Iran sowie mit Syrien zu suchen, um mit ihrer Unterstützung die Gewalt im Irak in den Griff zu bekommen. Zu eben diesem Zweck hat Talabani, ein Kurde, unlängst den Iran besucht. (nz)