Iraks Präsident lehnt Baker-Empfehlungen ab
Die parteiübergreifende Kommission unter der Leitung des früheren US-Außenministers James Baker hatte in dem Bericht einen Rückzug der US-Kampftruppen bis 2008 sowie eine Verstärkung der Zahl der amerikanischen Soldaten, die an der Ausbildung der irakischen Truppen beteiligt sind, empfohlen.
Andere Vorschläge zielen darauf, die Nachbarländer Syrien und Iran stärker in eine Stabilisierung des Iraks miteinzubeziehen. Präsident George W. Bush kündigte als Reaktion auf den Bericht einen Strategiewechsel in der Irak-Politik an.
Der Iran bot dabei auch seine Hilfe schon an, allerdings nur, wenn die USA ihre Einstellung zum Iran änderten, wie Außenminister Manutschehr Mottaki in Bahrain sagte. Bush wird am Montag zu Beratungen zunächst im Außenministerium erwartet, dann steht ein Treffen mit unabhängigen Experten im Weißen Haus an.
Am Dienstag ist eine Videoschaltung mit den Kommandeuren im Irak und US-Botschafter Zalmay Khalilzad geplant, am Mittwoch trifft Bush im Pentagon Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Der scheidende US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der maßgeblich an der Entscheidung zur Invasion im Irak zum Sturz des Regimes von Saddam Hussein beteiligt war, verabschiedete sich am Sonntag von den Truppen im Irak. (nz)

