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Rumsfelds letzte Amtshandlung im Irak

10. Dez 2006 11:48
Donald Rumsfeld
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Der scheidende US-Verteidigungsminister Rumsfeld hat die Truppen im Irak besucht. Bei der streng geheim gehaltenen Reise dankte der «Hauptarchitekt» des Irak-Krieges den Soldaten für ihre Opfer.

Der scheidende US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat nach Angaben des US-Fernsehsenders ABC den Truppen im Irak am Samstag einen Abschiedsbesuch abgestattet. Die Visite habe unter ungewöhnlich strenger Geheimhaltung stattgefunden, meldete der Sender. Einzelheiten zu dem Besuch wurden zunächst nicht genannt.

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Rumsfeld habe den Soldaten seine Wertschätzung für ihre Arbeit bezeugen wollen. Zudem wollte er ihnen und ihren Familien für die Opfer, die sie auf sich nähmen, danken, hieß es unter Berufung auf einen Pentagonsprecher im US-Fernsehen weiter.

Rumsfeld, einer der Hauptarchitekten des Irakkrieges, soll am 18. Dezember vom früheren CIA-Direktor Robert Gates abgelöst werden. US- Präsident George W. Bush hatte unmittelbar nach der schweren Wahlschlappe seiner Republikaner bei den Kongresswahlen vom 7. November den Amtsverzicht Rumsfelds bekannt gegeben. Der Ausgang der Abstimmung gilt als Quittung der Wähler für das unablässige Blutvergießen und die bisherige US-Strategie im Irak.

In der irakischen Pilgerstadt Kerbela wurden am Samstag bei einem Autobombenanschlag sieben Menschen getötet und rund ein Dutzend weitere verletzt. Nach Polizeiangaben war ein mit Sprengstoff beladenes Auto in der Nähe einer schiitischen Gedenkstätte in die Luft gesprengt worden. Durch die Wucht der Detonation entstand an mehreren Geschäften Sachschaden.

Bei einer Razzia in einem Haus in Doluija, 80 Kilometer nördlich von Bagdad, erschossen US-Soldaten nach Angaben irakischer Behörden unterdessen drei irakische Soldaten, die sie versehentlich für Aufständische gehalten hatten. Die getöteten Soldaten hatten die Wohnung eines irakischen Armeegenerals in der Gegend bewacht.

Unterdessen berichtete das US-Militär am Samstag ohne weitere Einzelheiten zu nennen, in der Provinz Al-Anbar sei erneut ein amerikanischer Soldat ums Leben gekommen. Dort und in der Provinz Al- Kut seien am Samstag zusammen neun terrorverdächtige Personen festgenommen worden. (nz)

 
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