US-Präsident Bush ist nach den Worten von Bolten offen für neue Ideen. Die Teilung des Iraks in eine kurdische, sunnitische und schiitische Region halte er jedoch für keine gute Idee, weil sich damit die Lage nur noch weiter verschlechtern würde. In seiner wöchentlichen Radioansprache hatte Bush am Samstag klar gemacht, dass es auch nach dem Sieg der Demokraten bei der Kongresswahl keinen sofortigen Truppenabzug aus dem Irak geben werde. Der Irak sei die zentrale Front im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Bush.Unterdessen ging die blutige Gewalt im Irak unvermindert weiter. Bei einem Angriff auf ein Patrouillenboot auf dem Schatt al-Arab töteten Aufständische am Sonntag vier britische Soldaten. Drei weitere Briten wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London schwer verwundet. Das Boot sei unweit der Hafenstadt Basra bei einer Routinefahrt beschossen worden, sagte ein Militärsprecher. In Basra und Umgebung sind rund 7200 britische Soldaten stationiert.
Zuvor waren am Wochenende bei neuer Gewalt bereits 70 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem folgenschwersten Anschlag starben am Sonntag 34 Menschen vor einem Rekrutierungsbüro in Bagdad, als sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Nach Angaben arabischer Nachrichtensender fand die Polizei zudem mehr als 30 Leichen von Mordopfern. In Al-Kut starben ein polnischer und ein slowakischer Soldat durch eine Minenexplosion. (nz)