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Bush erwägt Gespräche mit Iran wegen Irak

13. Nov 2006 08:12
George W. Bush
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Vor dem Treffen von US-Präsident Bush mit dem Ausschuss zur Planung einer neuen Irak-Strategie hat sich das Weiße Haus offen für direkte Gespräche zu dem Thema mit dem Iran gezeigt. Großbritanniens Premier Blair hatte dies zuvor gefordert.

Auf der Suche nach einer möglichen neuen Irak-Strategie will US-Präsident George W. Bush an diesem Montag mit Mitgliedern eines parteiübergreifenden Ausschusses unter Leitung des früheren Außenministers James Baker zusammentreffen. Man müsse sich über die wirklichen Ziele im Irak klar werden und danach Änderungen an der bisherigen Vorgehensweise festlegen, sagte Generalstabschef Peter Pace in Washington. Bis Mittwoch will der Ausschuss auch den britischen Premierminister Tony Blair sowie führende Demokraten befragen.

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Das Weiße Haus schließt direkte Gespräche mit Syrien und dem Iran über die Lage im Irak nicht mehr aus. Nichts sei vom Tisch, sagte der Stabschef im Weißen Haus, Josh Bolten, am Sonntag dem US-Nachrichtensender CNN. Nach den Worten von Bolten gibt es mit dem Iran und Syrien kein Problem bei der Kommunikation, sondern mit der Kooperation. Beide Länder mischten sich auf nicht hilfreiche Art und Weise in die Angelegenheiten des Iraks ein. Iranische Waffen und Technologie würden eingesetzt, um Iraker und US-Soldaten zu töten, sagte Bolten dem Fernsehsender ABC. Dies müsse aufhören.

Offen für neue Ideen

US-Präsident Bush ist nach den Worten von Bolten offen für neue Ideen. Die Teilung des Iraks in eine kurdische, sunnitische und schiitische Region halte er jedoch für keine gute Idee, weil sich damit die Lage nur noch weiter verschlechtern würde. In seiner wöchentlichen Radioansprache hatte Bush am Samstag klar gemacht, dass es auch nach dem Sieg der Demokraten bei der Kongresswahl keinen sofortigen Truppenabzug aus dem Irak geben werde. Der Irak sei die zentrale Front im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Bush.

Unterdessen ging die blutige Gewalt im Irak unvermindert weiter. Bei einem Angriff auf ein Patrouillenboot auf dem Schatt al-Arab töteten Aufständische am Sonntag vier britische Soldaten. Drei weitere Briten wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London schwer verwundet. Das Boot sei unweit der Hafenstadt Basra bei einer Routinefahrt beschossen worden, sagte ein Militärsprecher. In Basra und Umgebung sind rund 7200 britische Soldaten stationiert.

Zuvor waren am Wochenende bei neuer Gewalt bereits 70 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem folgenschwersten Anschlag starben am Sonntag 34 Menschen vor einem Rekrutierungsbüro in Bagdad, als sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Nach Angaben arabischer Nachrichtensender fand die Polizei zudem mehr als 30 Leichen von Mordopfern. In Al-Kut starben ein polnischer und ein slowakischer Soldat durch eine Minenexplosion. (nz)

 
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