08. Nov 2006 08:09
Der USA-Experte Voigt rechnet wegen des Wahlerfolgs der Demokraten damit, dass Deutschland die USA stärker in der Außenpolitik entlasten soll. Eine Forderung nach deutschen Truppen im Irak erwartet er aber nicht.
Der Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, Karsten Voigt (SPD), geht nach dem Erfolg der Demokraten bei der Kongresswahl in den USA davon aus, dass die Regierung von Präsident George W. Bush ihre Irak-Politik ändern muss.Er nehme an, «dass dort eine Veränderung der Politik erfolgen wird», sagte Voigt am Mittwoch im RBB-Inforadio. Der SPD-Politiker erwartet, dass die Demokraten Europa auffordern werden, die USA stärker in der Außenpolitik zu entlasten.
Voigt rechnet allerdings nicht damit, «dass es die Forderung geben wird, dass Deutsche sich militärisch im Irak beteiligen». Das sei zuerst einmal politisch zu sehen, «dass man die amerikanischen politischen Initiativen mehr unterstützt».
Als Beispiel nannte Voigt den Iran. «Zweitens aber, dass man die Amerikaner finanziell (...) entlastet und wirtschaftlich zur Stabilisierung von Regionen beiträgt.»
Bei der Wahl zum US-Kongress ist es den oppositionellen Demokraten nach zwölf Jahren gelungen, die Mehrheit im Abgeordnetenhaus zurück zu gewinnen. (nz)