netzeitung.deBush erwartet «harte Kämpfe» im Irak

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US-Präsident George W. Bush (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Präsident George W. Bush
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US-Präsident Bush hat sich unzufrieden über die Lage im Irak gezeigt. Im Oktober seien 93 US-Soldaten getötet worden. Die USA wollten nicht in Kämpfe zwischen «rivalisierenden Fraktionen» geraten, sagte er.

US-Präsident George W. Bush hat die Lage im Irak angesichts der jüngsten Welle der Gewalt als sehr Besorgnis erregend bezeichnet. Die Geduld der USA im Irak sei «nicht grenzenlos», sagte Bush am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Washington. «Amerikaner haben nicht die Absicht, ins Kreuzfeuer der rivalisierenden Fraktionen zu geraten», betonte er.

Bush vertraut nach seinen Worten nach voll dem irakischen Ministerpräsident Nuri al-Maliki, solange dieser weiter die notwendigen «harte Entscheidungen» treffe, um die Aufständischen und den Terror zu besiegen. Al-Malikis Aufgabe sei besonders schwer, so Bush. Das irakische Volk sei von Jahrzehnten der Tyrannei verunsichert und traumatisiert. «Wir treiben ihn an, aber wir treiben ihn nicht soweit, dass er seine Ziele nicht erreichen kann», sagte Bush. Es sei aber notwendig, «bis zu einem Sieg über die Terroristen zu kämpfen».

Die Sicherheit der USA hänge auch davon ab, dass ein freies Irak ein Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus werde. «Wir gewinnen und wir werden gewinnen, außer wir gehen, bevor der Job erledigt ist», sagte der US-Präsident knapp zwei Wochen vor den US-Kongresswahlen. Seine republikanischen Parteifreunde fürchten insbesondere wegen der Irak-Politik Bushs, ihre Mehrheiten im Senat und Repräsentantenhaus zu verlieren.

Er sei nicht zufrieden mit der Lage im Irak, sagte Bush. Allein im Oktober seien 93 US-Soldaten und 300 irakische Sicherheitskräfte getötet worden. Er habe zeitweise gehofft, schon bald US-Truppen abziehen zu können. Diese Hoffnung habe sich zunächst zerschlagen. Im Irak stehen laut Bush noch «harte Kämpfe» bevor. Eine einfache Lösung werde es nicht geben. Der Sieg gegen den Terrorismus sei aber «die Herausforderung unserer Zeit», sagte Bush.

Bush hob hervor, dass die USA in ihrem Kampf gegen den Feind im Irak «flexibel» seien und ständig die Taktik an die Entwicklung anpassten. (nz)