Bush hält Anschläge im Irak für «Propaganda»
Bush beriet sich an diesem Samstag unter anderem mit dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General George Casey, dem Befehlshaber des US-Oberkommandos Mitte, General John Abizaid und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld über den künftigen Kurs im Irak. Nach Angaben des Weißen Hauses war das Gespräch seit längerem geplant. Es dauerte ungefähr 90 Minuten.
Unterdessen haben sunnitische und schiitische Geistliche im Irak einen zehn Punkte umfassenden Friedensappell verabschiedet. In dem in Mekka unterzeichneten Dokument heißt es, Gewalt zwischen den religiösen Gruppen wie Entführungen und Angriffe auf Moscheen sei verboten.
Nach Angaben eines Sprechers wurde die Fatwa auch vom schiitischen Groß-Ayatollah Ali al Sistani und dem radikalen Schiitenprediger Muktada al Sadr gebilligt. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hatte das Treffen in die Wege geleitet.
Bei einem Granatenanschlag auf einen Markt in Mahmudija südlich von Bagdad starben am Samstag nach Polizeiangaben 18 Menschen. Unbekannte hatten mindestens zwölf Mörsergranaten auf den Markt gefeuert. Mehr als 50 Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Vor dem Beschuss hatten die Attentäter mehrere in Plastiktaschen versteckte Bomben explodieren lassen, die an Fahrrädern befestigt waren. Mahmudija ist eine vorwiegend von Schiiten bewohnte Stadt, die von sunnitischen Orten umgeben ist. (nz)

