netzeitung.deBush will keine Kehrtwende in Irak-Politik

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US-Präsident Bush (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Präsident Bush
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Mit führenden Generälen will US-Präsident Bush über mögliche neue Strategien in der Irak-Politik beraten. Einen radikalen Kurswechsel schließt er aber aus - trotz Drucks aus den eigenen Reihen.

Der amerikanische Präsident George W. Bush hat eingeräumt, dass sich die US-Truppen im Irak derzeit in großen Schwierigkeiten befänden. Die Lage im Land sei derzeit angespannt, räumte er am Freitagabend in Washington ein.

«Wir befinden uns in einem gigantischen Kampf zwischen Extremisten und Radikalen, die die amerikanische Lebensart nicht ausstehen können«, so der Präsident. »Ihnen gefällt der Gedanke nicht, dass Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in einem Land zusammen leben und arbeiten und Großartiges erreichen können.»

Für den heutigen Samstag hat Bush Beratungen mit führenden Generälen über einen möglichen Strategiewechsel im Irak angekündigt. Geplant seien Gespräche mit dem Befehlshaber des US-Oberkommandos Mitte, General John Abizaid, und dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General George Casey, sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Laut Bushs Sprecher Tony Snow will der Präsident seine Irak-Politik allerdings nicht generell ändern. Bush steht angesichts der steigenden Zahl getöteter US-Soldaten zunehmend unter Druck. Allein seit Anfang Oktober kamen im Irak 75 Amerikaner ums Leben.

Mehrere demokratische Abgeordnete und Senatoren verlangten von Bush in einem Brief, die US-Truppen aus dem Irak abzuziehen und mehr Druck auf die Regierung in Bagdad auszuüben, selbst für die Sicherheit zu sorgen. Bagdad müsse eine politische Lösung zur Beendigung der Gewalt finden, forderten die Unterzeichner.

Rumsfeld stellt Forderungen an Irak
Auch Verteidigungsminister Donald Rumsfeld appellierte an die irakische Regierung, mehr Verantwortung für die Sicherheit des Landes zu übernehmen. Die Regierung müsse mit der Zeit selbst für die Sicherheit sorgen, und zwar «eher früher als später», sagte Rumsfeld. Der größte Fehler wäre es, nicht damit fortzufahren, die Verantwortung für die Regionen des Landes in die Hände der Iraker zu legen. (nz)