09.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Polizei im Irak
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im Süden des Iraks sind bis zu 700 Polizisten nach einem Essen erkrankt. Die Behörden halten einen gezielten Anschlag für möglich.
Nach einer gemeinsamen Mahlzeit sind hunderte Polizisten in der südirakischen Stadt Numanija wegen Symptomen von Vergiftungen behandelt worden.
Wie ein Sprecher des Umweltministeriums mitteilte, sind bis zum späten Sonntagabend elf der 600 bis 700 Erkrankten gestorben. Der Gouverneur der Provinz Wasit, in der sich der Stützpunkt der erkrankten Polizisten befindet, konnte keine Todesfälle bestätigen, sagte aber, einige Opfer befänden sich in einem kritischen Zustand. Eine Erklärung für den Widerspruch gab es zunächst nichts.
Ein Beamten des Innenministeriums sagte, örtliche Behörden gingen davon aus, dass sich die Polizisten an Trinkwasser vergiftet hätten. Dies könnte auf eine absichtliche Vergiftung hindeuten, zumal die Symptome sehr schnell und sehr heftig aufgetreten seien. Das Ministerium ermittelt. (nz)