Saudi-Arabien plant Sperranlage an Irak-Grenze
US-Außenministerin Condoleezza Rice traf unterdessen im Rahmen ihrer Nahostreise überraschend in Bagdad ein. Auf dem Programm standen unter anderem Treffen mit Regierungschef Nuri al-Maliki, Präsident Dschalal Talibani und dem höchsten US-Kommandeur im Irak, George Casey. Bei den Gesprächen gehe es um «unsere gemeinsamen Bemühungen», sagte US-Außenamtssprecher Tom Casey lediglich. Die Außenministerin werde keine «besonderen» neuen Pläne vorlegen.
Angesichts der andauernden Gewalt im Irak sagte Rice: «Dies ist eine wichtige Zeit und eine Herausforderung für das irakische Volk.» Die US-Regierung sei aber überzeugt, dass die Menschen sie bewältigen würden, betonte Rice während einer Pressekonferenz mit al-Maliki.
In Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad, kamen am Donnerstag insgesamt sechs Iraker durch Mörsergranaten und bei Attentaten ums Leben. Im Nordwesten von Bagdad erschossen Aufständische wieder vier amerikanische Soldaten, wie das US-Militärkommando in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Bei Suweira, 40 Kilometer südlich von Bagdad, wurden vier Leichen mit Einschüssen im Kopf und Folterspuren aus dem Tigris gezogen. (nz)

