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Annan sieht USA im Irak in verfahrener Lage

13. Sep 2006 23:02
Kofi Annan
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Weder vor noch zurück geht es nach Ansicht von UN-Generalsekretär Annan für die US-Truppen im Irak. Die meisten Regierungen in Nahost nannten Annan gegenüber die Invasion und ihre Folgen ein «echtes Desaster», sagte er.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sieht die USA mit ihrer Irak-Politik in einer verfahrenen Lage. Ihnen sei kein Vor und kein Zurück erlaubt: «Die USA sind in einer Position, in der sie weder (im Irak) bleiben, noch ihn verlassen können», sagte Annan am Mittwoch in New York.

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Für einen Rückzug, sollte Washington sich dennoch dafür entschließen, müsse es «den optimalen Zeitpunkt abwarten und ihn so vorbereiten, dass er die Region nicht noch mehr spaltet und nicht noch mehr Gewalt entflammt», warnte der UN-Chef.

Annan war erst kürzlich von einer Nahostreise zurückgekehrt, auf der er mit den Regierungschefs von zehn Ländern gesprochen hatte. Nach deren Einstellung zum Irakkrieg befragt, antwortete Annan: «Ehrlich gesagt, beurteilen die meisten Regierungen die Invasion und deren Auswirkungen als echtes Desaster. Weiterhin glauben sie, dass (der amerikanische Einmarsch) die Nahostregion destabilisiert hat».

Die Regierungen zögen daraus allerdings verschiedene Schlussfolgerungen: «Viele politischen Führer glauben, die USA sollten bleiben, bis sich die Lage beruhigt hat.» Andere wiederum, allen voran der Iran, wolle den schnellstmöglichen Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak. Sie hätten sogar angeboten, im Irak helfend einzugreifen, wenn sich die USA zum Rückzug entschließen sollte, sagte Annan. (nz)

 
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