Annan sieht USA im Irak in verfahrener Lage
Annan war erst kürzlich von einer Nahostreise zurückgekehrt, auf der er mit den Regierungschefs von zehn Ländern gesprochen hatte. Nach deren Einstellung zum Irakkrieg befragt, antwortete Annan: «Ehrlich gesagt, beurteilen die meisten Regierungen die Invasion und deren Auswirkungen als echtes Desaster. Weiterhin glauben sie, dass (der amerikanische Einmarsch) die Nahostregion destabilisiert hat».
Die Regierungen zögen daraus allerdings verschiedene Schlussfolgerungen: «Viele politischen Führer glauben, die USA sollten bleiben, bis sich die Lage beruhigt hat.» Andere wiederum, allen voran der Iran, wolle den schnellstmöglichen Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak. Sie hätten sogar angeboten, im Irak helfend einzugreifen, wenn sich die USA zum Rückzug entschließen sollte, sagte Annan. (nz)
