netzeitung.deTote Folteropfer auf den Straßen Bagdads

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In der irakischen Hauptstadt sind 60 Leichen gefunden worden. Es wird davon ausgegangen, dass die Opfer gefoltert wurden.

Die Polizei in Bagdad hat in der Nacht zum Mittwoch 60 Leichen geborgen. Die Polizei geht davon aus, dass die Opfer von Todesschwadronen gefesselt, gefoltert und erschossen wurden. Die Toten wurden zumeist in sunnitischen Stadtteilen von Bagdad gefunden.

Sowohl sunnitische als auch schiitische Extremisten haben Todesschwadronen. Ihre Mitglieder entführen Angehörige der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe, foltern sie mit Elektrobohrern oder auf andere Weise und erschießen sie dann.

Am heutigen Mittwoch wurden erneut elf Menschen bei einem Anschlag in Bagdad getötet. Bei der Explosion einer Autobombe im Osten der irakischen Hauptstadt wurden zudem 58 Menschen verletzt. Ort des Anschlags war nach Angaben der Polizei ein großer Platz, der als Parkplatz für die Zentrale der Bagdader Verkehrspolizei diente. Unter den Toten sind mindestens zwei Verkehrspolizisten.(nz)