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Rumsfeld relativiert Irak-Zeitplan

12. Jul 2006 14:39
Donald Rumsfeld
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Der Zeitplan der USA für einen Teilabzug aus dem Irak ist laut Verteidigungsminister Rumsfeld wahrscheinlich nicht zu einzuhalten. Dafür macht er die irakische Regierung mitverantwortlich.

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich von den Plänen der US-Armee für einen teilweisen Rückzug aus dem Irak offenbar verabschiedet. Die Sicherheitslage sei noch immer so angespannt, dass ein schneller Abzug unmöglich sei, sagte Rumsfeld während des Fluges von Afghanistan nach Bagdad.

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Ende Juni hatten die «New York Times» und der US-Sender NBC darüber berichtet, dass die US-Armee konkrete Pläne über einen Abzug von rund einem Viertel der im Irak stationierten US-Soldaten ausgearbeitet habe.

Laut einem vertraulichen Papier des Oberkommandierenden im Irak, General George Casey Jr., sollte die Zahl der Soldaten ab September bis Ende 2007 schrittweise um insgesamt fast 30.000 verringert werden. Derzeit sind etwa 130.000 US-Soldaten im Irak stationiert.

Rumsfeld ging nicht ausdrücklich auf den Zeitplan ein. Er sagte aber, die irakische Regierung sei noch nicht in der Lage, über die Sicherheitsfragen zu entscheiden, von denen der Beginn eines amerikanischen Truppenabzugs abhängig sei.

«Sichtbare» Fortschritte

Der Pentagon-Chef lobte dennoch die Entwicklung im Land. «Jedes Mal, wenn ich im Irak bin, sehe ich Fortschritte», sagte er laut dem US-Sender CNN im Gespräch mit Soldaten. Die irakische Regierung bemühe, Sunniten und Schiiten zu versöhnen und ihren politischen Einfluss zu vergrößern.

Die Gewalt im Land setzt sich allerdings weiter fort. Kurz nach Rumsfelds Ankunft auf einem Militärflughafen nördlich von Bagdad sprengte sich in der Stadt ein Selbstmordattentäter in die Luft. Sieben Menschen starben. (nz)

 
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