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Irak erwartet Truppenabzug bis Mitte 2008

12. Jun 2006 13:17, ergänzt 22:36
US-Patrouille im Irak
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Der Sicherheitsberater der irakischen Regierung, Rubaje, rechnet mit einem baldigen Rückzug der internationalen Truppen. Die US-Regierung will jedoch weiterhin keinen Zeitrahmen festlegen.

Die meisten ausländischen Soldaten werden den Irak nach Einschätzung des nationalen Sicherheitsberaters bis Mitte 2008 verlassen haben. Der militärische Abzug werde Ende dieses Jahres beginnen und stufenweise weitergeführt, sage Mowaffak al Rubaje dem US-Sender CNN.

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Die amerikanische Regierung wollte bislang keinen Zeitrahmen für einen Truppenabzug nennen.

Die Lage in dem Land will Präsident George W. Bush in dieser Woche mit dem Oberkommandierende der Koalitionsstreitkräfte im Irak, General George Casey, und Sicherheitsberatern auf dem Landsitz Camp David im Bundesstaat Maryland erörtern. Das zweitägige Treffen, das am Montag begann, war bereits vor dem tödlichen US-Luftangriff auf den Terroristenführer Abu Mussab al Zarqawi anberaumt worden.

Nach dem ersten tag im Camp David rief Bush die Nachbarstaaten des Iraks zu mehr Hilfe beim Wiederaufbau auf. Weltweit sei dem Land Unterstützung im Umfang von 13 Milliarden Dollar (10,3 Milliarden Euro) zugesagt worden. «Wir erwarten von unseren Freunden, dass sie diese Zusagen erfüllen», sagte Bush. Er habe mit seinen Beratern vor allem über die Sicherheitslage in Bagdad und Basra gesprochen, sagte der Präsident.

Abzug der US-Truppen weiter ungewiss

Über einen möglichen Zeitrahmen zum Abzug der Truppen wollte Bush keine Angaben machen. Casey sagte allerdings dem Sender CBS, der Abzug eines Teils der derzeit 130.000 im Irak stationierten amerikanischen Soldaten sei in den kommenden Monaten nicht auszuschließen. Voraussetzung dafür sei aber, dass die neue irakische Regierung die Sicherheitslage besser unter Kontrolle bekomme.

Andere amerikanische Kommandeure in der Golfregion sollen per Videoschaltung an den Beratungen teilnehmen. (nz)

 
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