netzeitung.deZwei US-Journalisten im Irak getötet

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Eine US-Patrouille im Irak (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Eine US-Patrouille im Irak
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bei zahlreichen Anschlägen im Irak sind dutzende Menschen getötet worden. Auch zwei Journalisten des Nachrichtensenders CBS gehören zu den Opfern. Eine Reporterin wurde zudem schwer verletzt.

Bei einem Bombenanschlag in Bagdad sind am Montag ein Kameramann und ein Tontechniker des US-Fernsehsenders CBS getötet worden. Die Korrespondentin Kimberly Dozier wurde nach Angaben des Senders in New York schwer verletzt. Die Briten Paul Douglas und James Brolan waren mit Dozier als Journalisten mit einer US-Armee-Einheit in Bagdad unterwegs. Als sie aus dem Militärfahrzeug ausstiegen, wurde ein in einem Auto versteckter Sprengsatz gezündet.

Insgesamt kamen bei Bombenanschlägen und Gefechten im Irak am Montag mindestens 70 Menschen ums Leben. In der irakischen Hauptstadt starben 30 irakische Zivilisten, als eine Bombe ihren vollbesetzten Bus in Stücke riss, wie irakische Fernsehsender berichteten.

Bei einem weiteren Anschlag auf einen Bus kamen in der rund 60 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba elf irakische Bauarbeiter ums Leben. Die iranische Oppositionsgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran bezichtigte in einer in Berlin veröffentlichten Erklärung von Teheran gesteuerte Terroristen der Tat. Die Iraker seien «auf dem Weg zu ihrer täglichen Arbeit für die Organisation der iranischen Volksmudschaheddin in die Stadt Aschraf» gewesen.

Bei einem Attentat auf ein US-Militärfahrzeug in Bagdad wurden fünf irakische Passanten getötet. Der amerikanische Fahrer des Geländefahrzeugs überlebte verletzt, wie es hieß.

Bereits am späten Sonntagabend waren zwei britische Soldaten im südirakischen Basra bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Das teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Damit wurden seit Beginn des Irak-Kriegs vor mehr als drei Jahren 113 britische Soldaten getötet. Großbritannien hat derzeit rund 8000 Mann im Irak im Einsatz.

Anschläge im ganzen Land
Zahlreiche weitere Menschen starben bei Anschlägen, Schießereien und Gefechten in verschiedenen Teilen des Landes. In Howeidscha in der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk eröffneten US-Soldaten das Feuer, nachdem in der Nähe ihrer Patrouille ein Sprengsatz detoniert war. Zwei irakische Passanten wurden getötet, wie Augenzeugen berichteten. Daraufhin sei es zu Protesten von aufgebrachten Anwohnern gegen die Amerikaner gekommen.

In der westirakischen Rebellenhochburg Ramadi kamen bei Gefechten fünf Zivilisten ums Leben, darunter Frauen und Kinder, wie es hieß. Ein Angehöriger eines Opfers sagte, die US-Militärs seien von Aufständischen angegriffen worden und hätten zurückgefeuert, dabei aber irrtümlich drei Wohnhäuser getroffen.(nz)