USA sollen Massaker im Irak vertuscht haben
Amerikanische Medien berichteten in den vergangenen Wochen mehrfach mit Berufung auf namentlich nicht genannte Armeequellen, dass US-Truppen seit Jahresbeginn die blutigen Ereignisse vom 19. November in Haditha untersuchten. Damals waren mindestens 24 irakische Zivilisten - darunter mehrere Kinder - getötet worden.
Ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums sagte der «New York Times», möglicherweise könnten amerikanische Marineinfanteristen wegen Mordes angeklagt werden. Der republikanische Senator John Warner, Vorsitzender des Streitkräfte-Ausschusses im Senat, kündigte im US-Sender ABC eine Anhörung zu dem Fall an. Geklärt werden müsse vor allem «die schwer wiegende Frage, ... was geschah und wie die unmittelbare Reaktion der Marineoffiziere war».
Sie und drei weitere Überlebende der Tötungen vertrauten sich einem irakischen Autor an, der im Auftrag der «New York Times» nach Haditha gereist war, um Augenzeugen zu befragen. Haditha gilt als Hochburg islamistischer Extremisten, unter anderem von Anhängern des Terroristenführers Abu Mussab al Zarqawi. (nz)

