netzeitung.deBlair fordert Ende der Gewalt im Irak

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Der britische Regierungschef Blair und sein irakischer Amtskollege Maliki (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der britische Regierungschef Blair und sein irakischer Amtskollege Maliki
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Als erster ausländischer Regierungschef hat der britische Premier Blair den Irak nach der Vereidigung des neuen Kabinetts besucht. Von der neuen Führung erwartet er, dass sie die Gewalt im Land beendet.

Der britische Regierungschef Tony Blair ist in den Irak gereist, um der neuen Regierung von Ministerpräsident Nuri al Maliki Unterstützung zuzusichern.

Der Regierungswechsel markiere einen Neuanfang, sagte Blair am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Maliki in Bagdad. Die Iraker seien nun in der Lage, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen.

Nach der Vereidigung der ersten Regierung der nationalen Einheit gebe es «nicht die Spur einer Entschuldigung» für weiteres Blutvergießen im Land, so Blair. Die neue Regierung hat bereits ein hartes Vorgehen gegen Terroristen angekündigt. Allerdings sind mehrere Schlüsselpositionen im Kabinett bislang nicht besetzt.

Termin für Truppenabzug weiter ungewiss
Blair betonte, dass die britischen Truppen so lange im Irak bleiben müssten, bis die Gewalt beendet sei und Frieden einkehre. Zugleich rechtfertigte er erneut die Beteiligung seines Landes am Irak-Krieg. Maliki sagte, die irakischen Streitkräfte wollten das Kommando Provinz für Provinz von den internationalen Truppen übernehmen. Im Irak herrsche kein Bürgerkrieg, betonte er, es gebe einzelne Gruppen, die Terrorakte begingen.

Blair, der auch den irakischen Präsidenten Dschalal Talabani treffen will, ist der erste ausländische Regierungschef, der den Irak nach der Vereidigung des neuen Kabinetts besucht.

Zahlreiche Tote bei Anschlägen
Die Gewalttaten im Irak setzten sich unterdessen fort. Bei mehreren Bombenanschlagen in Bagdad kamen mindestens 18 Menschen ums Leben, wie Sicherheitskräfte und Augenzeugen berichteten. Es gab zudem mindestens 15 Verletzte.

Im Viertel Al Amin im Osten der Hauptstadt starben drei Menschen, als auf einem belebten Markt zwei Sprengsätze detonierten. Zwölf Menschen wurden verletzt. Drei weitere Menschen starben durch eine Autobombenexplosion in einem Einkaufsviertel im Vorort Al Za'afaranija.

Im Stadtzentrum kamen zehn irakische Zivilisten ums Leben, als ein Straßensprengsatz neben einer vorbeifahrenden US- Armeepatrouille explodierte. In Al Aadhamija wurden zwei irakische Soldaten durch die Explosion eines Sprengsatzes getötet, der ebenfalls an einer Straße versteckt war. Im selben Viertel wurde eine US-Armeepatrouille Ziel eines Anschlags, bei dem mehrere Soldaten verletzt wurden. (nz)