Bush: Medien ermuntern irakische Terroristen
Die Stadt mit rund 200.000 Einwohnern im Nordwest-Irak war Bush zufolge im Jahr 2004 fest im Griff des Terrornetzwerks Al Qaeda. Nach einer ersten Säuberungsaktion durch US-Soldaten seien die Terroristen zurückgekehrt und hätten Moscheen, Schulen und das Krankenhaus eingenommen. Eine zweite Offensive im Frühjahr 2005 sei aber erfolgreich gewesen. Die Stadt sei befreit und der Bürgermeister voller Dankbarkeit.
Für das ganze Land steht das Beispiel der Stadt aber Bush zufolge nicht. «Ich wollte, ich könnte berichten, dass die Situation anderswo im Land ähnlich wie in Tel Afar ist», sagte er. Die Lage im Irak sei aber vielerorts gespannt. Der Feind habe sich als äußerst brutal herausgestellt. Aufgeben komme aber nicht in Frage. «Wenn wir den Irak verlassen, dann nur aus einer Position der Stärke heraus, nicht der Schwäche», sagte Bush.
Am 20. März 2003 hatten die USA mit Raketen ein Gebäude in Bagdad angegriffen, in dem sie Iraks Diktator Saddam Hussein vermuteten. Wenige Stunden später begannen Amerikaner und Briten von Kuwait aus die Invasion mit Bodentruppen. Sechs Wochen später erklärte Bush die Kampfhandlungen für weitgehend beendet. (nz)

