Angesichts der neuen Misshandlungs-Fotos nahm der australische Ministerpräsident John Howard die USA in Schutz. Wenn es weitere Misshandlungen gegeben habe, müssten diese verurteilt werden, sagte er dem Sender Southern Cross Broadcasting. Allerdings müsse er zur Verteidigung der USA sagen, dass diese schon einiges wegen der Foltervorwürfe unternommen hätten, sagte Howard.
Der australische Fernsehsender SBS hatte am Mittwoch bislang unbekannte Aufnahmen ausgestrahlt, die weit stärker als die bisher bekannten Demütigungen und Gewalt gegen Gefangene zeigten. Die Aufnahmen entstanden laut SBS Ende 2003 in der gleichen Zeit wie die Fotos, die den Folterskandal um das Bagdader Gefängnis Abu Ghraib auslösten und zu Protesten im Nahen Osten sowie zu juristische Schritten führten. Zur Quelle und zum Erhalt der Bilder machte der Sender keine Angaben, sein Programm «Dateline» zeigte sich aber von der Glaubwürdigkeit der Aufnahmen überzeugt. (nz)