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Grüne: Osthoff soll selbst über Rückkehr entscheiden: 

Politiker warnen vor Rückkehr nach Irak

27. Dez 2005 11:30, ergänzt 14:32
Susanne Osthoff
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Wegen ihrer geplanten Rückkehr in den Irak wird Susanne Osthoff scharf kritisiert. Nach wochenlanger Geiselhaft müssten ihr die Risiken bewusst sein, sagte CDU-Außenexperte Polenz. Grünen-Chefin Roth äußerte dagegen Verständnis.

Mit Unverständnis haben mehrere deutsche Politiker auf die Ankündigung der freigelassenen Geisel Susanne Osthoff reagiert, wieder in den Irak zurückkehren zu wollen.

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Nach entsprechenden Äußerungen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz, er bedauere, dass Osthoff dem dringenden Appell der Bundesregierung, nicht in den Irak zurückzukehren, nicht folge. «Gerade sie müsste das Risiko einer solchen Entscheidung deutlich vor Augen haben», wurde der CDU-Politiker in der «Bild»-Zeitung zitiert.

Der SPD-Außenexperte Niels Annen sprach in derselben Zeitung von einer unvorstellbaren Entscheidung. «Frau Osthoff sollte die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ernst nehmen. Denn wenn jemand um deren Berechtigung weiß, dann wird sie das am ehesten sein.»

Roth: Osthoff kann selbst entscheiden

Grünen-Chefin Claudia Roth äußerte dagegen Verständnis für die Entscheidung Osthoffs. «In unserer Demokratie ist es gut und richtig, dass es freie und selbstbestimmte Entscheidungen gibt», sagte Roth dem «Handelsblatt». «Frau Osthoff kann für sich selber entscheiden.»

Wenn Osthoff zurückkehre, könne sie den Irakern auch Hoffnung und Zuversicht geben, so die Grünen-Politikerin. Warnungen des Auswärtigen Amts sollte die Archäologin aber ernst nehmen.

Die 43-Jährige hatte sich im Irak rund drei Wochen lang in der Hand von Entführern befunden. Vor rund einer Woche war sie freigelassen worden. Seitdem hält sie sich an einem unbekannten Ort, vermutlich in Jordanien, auf.

Mutter kritisiert Regierung

Osthoffs Mutter Ingrid Hala kritisierte unterdessen die Ankündigung der Bundesregierung, keine Projekte mehr zu fördern, die die deutsche Archäologin zu einer Rückkehr in den Irak bewegen könnten. «Das ist schon seltsam, was die Bundesregierung da macht», sagte Hala der «Süddeutschen Zeitung». Sie nehme an, dass die Regierung auch die Bevölkerung beruhigen wolle. Hala hat nach eigenen Angaben «viele blöde Briefe gekriegt», in denen das Verhalten ihrer Tochter kritisiert worden sei. (nz)

 
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