Susanne Osthoff will zurück in den Irak:
Susanne Osthoff will zurück in den Irak
Unterdessen appellierte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) an Osthoff, nicht in den Irak zurückzukehren. «Nach intensiven Anstrengungen vieler Beteiligter über drei Wochen, die schließlich zu ihrer Freilassung führten, hätte ich wenig Verständnis, wenn Frau Osthoff sich erneut in eine Gefahrensituation begeben würde», sagte er am Montag in Berlin.
Bereits am Samstag hatte das Auswärtige Amt einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach Osthoff unmissverständlich aufgefordert worden sei, nicht in das Land ihrer Entführung zurückzukehren. Allerdings sei Osthoff eine freie Person, so der Sprecher.
Stimmen gehört. Die Männer, die mich entführten, schauten nach, ob ich noch lebe. Sie sagten, wir kennen Sie, Frau Susanne, und wissen, dass sie eine Freundin des Irak sind. Sie sollen wissen, dass Sie aus politischen Gründen entführt wurden.»
Die Entführer hätten gesagt, dass sie keine Angst haben müsse. «Ich wusste, dass ich nicht in den Händen von Verbrechern war, aber ich wusste auch nicht, mit wem ich es zu tun hatte. Man denkt an vieles, ich dachte auch, das könnten die letzten Augenblicke meines Lebens sein.»
sie, dass ich nicht ihr Feind war und sie mich der Botschaft übergeben müssen», sagte Osthoff. Während des Interviews, zu dem sie im Nadelstreifen-Blazer und schwarzem Kopftuch erschienen war, antwortete sie auf Englisch auf die auf Arabisch gestellten Fragen.
Osthoff sagte, nachdem die Entführer festgestellt hätten, dass sie eine Archäologin ist, hätten sie sie an einen «sichereren und sauberen Ort» gebracht. «Das Leben mit ihnen (den Entführern) war besser, als an vielen Orten, die ich besucht habe.» Die Kidnapper hätten dennoch Nutzen aus ihrer Entführung ziehen wollen.

