netzeitung.deUSA befürchten Misshandlungen im Irak

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Gefangene in Abu Ghraib (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gefangene in Abu Ghraib
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Weil das US-Militär befürchtet, dass irakische Behörden nicht korrekt mit Gefangenen umgehen, will es Gefängnisse im Irak zunächst nicht übergeben.

Wegen befürchteter Misshandlungen in irakischen Gefängnissen will das US-Militär Gefangene vorerst nicht an irakische Behörden überstellen. «Wir übergeben Einrichtungen und Gefangene erst, wenn die Iraker die Normen einhalten, die wir definiert haben und selbst anwenden», zitierte die «New York Times» den für die US-Gefängnisse im Irak zuständigen Kommandeur, Generalmajor John Gardner.

Das US-Militär hält im Irak nach dem Bericht rund 14.500 als gewalttätig eingestufte Gefangene fest. Drei der größten US- Gefängnisse seien völlig überfüllt. Mit der Bewachung seien 3700 US-Soldaten befasst, was einer der 17 dort stationierten Brigaden entspreche. Nach Informationen der Zeitung sollen alle Einrichtungen bis Ende 2006 an die irakischen Behörden übergeben werden.

Amerikanische Militärs hatten bei der Inspektion irakischer Gefängnisse vor kurzem schwer misshandelte Menschen entdeckt. Im berüchtigten Abu Ghraib-Gefängnis hatten auch amerikanische Soldaten irakische Gefangene misshandelt und erniedrigt. Mehrere US-Soldaten wurden zu Haftstrafen verurteilt. «Abu Ghraib war kriminell und ich war entsetzt», zitiert die Zeitung Gardner, der die Aufsicht über die US-Gefängnisse im Irak Ende November übernahm. «Seitdem hat sich viel geändert.» (nz)