Osthoff wurde nach Erkenntnissen des Magazins «stern» von Männern aus dem Duleimi-Stamm entführt, dessen Angehörige vor allem im Westirak leben. Die deutschen Unterhändler hätten über Vermittler aus dem Stamm der Duleimi offenbar bereits seit zwei Wochen Kontakt zu den Entführern. Sie hätten zwar offiziell politische Forderungen erhoben, letztlich sei es ihnen aber nur um Lösegeld gegangen.Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der am 11. Dezember in der ARD sagte, es sei «im Interesse der Geisel, den Mund zu halten», hatte laut «stern» damals bereits Kenntnis davon, dass Osthoff am Leben war und bald freikommen würde. Dass es dann bis zum 18. Dezember dauerte, habe vermutlich daran gelegen, dass wegen der irakischen Parlamentswahl die Überlandstraßen zwischen den Provinzen tagelang gesperrt gewesen seien. Die Geisel habe deshalb nicht aus ihrem Versteck nach Bagdad gebracht werden können.