Ein Bekannter der Deutschen sagte, diese sei gemeinsam mit einem irakischen Kollegen aus der kurdischen Stadt Erbil nach Mossul gekommen. Vor zehn Tagen sei ihr dann das Geld ausgegangen, das sie von deutschen Wohlfahrtsorganisationen bekomme. «Sie sagte, sie wolle in Erbil neues Geld holen», sagte der Gewährsmann. «Sie machte sich mit ihrem Fahrer auf den Weg und kam nicht mehr zurück.»Osthoff und ihr Fahrer waren am vergangenen Freitag entführt worden. Die 43-Jährige arbeitete in der nördlichen Stadt Mossul, wo sie ein historisches Gebäude restaurierte. Der Leiter der örtlichen Archäologie-Behörde, Musahem Mahmud al Saubai, sagte, seine Abteilung habe die Zentrale in Bagdad sowie den Vizegouverneur von Nineve und den Polizeichef Mossuls in den vergangenen Wochen mehrfach informiert, dass man die Sicherheit Osthoffs wegen der Rebellenaktivitäten nicht mehr gewährleisten könne. (nz)