01.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Susanne Osthoff
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die im Irak entführte Susanne Osthoff soll von irakischen Sicherheitskräften verraten worden sein. Sie sei leicht auszuspähen gewesen, heißt es. Thema: Entführung einer Deutschen Entführte Deutsche war mehrfach gewarnt worden Bundesregierung lässt sich nicht erpressen Sgrena rät zur Ausstrahlung von Osthoff-Video Sgrena: Alle Ausländer im Irak gefährdet Fall Osthoff: USA wollen helfen
Die im Irak entführte Archäologin Susanne Osthoff ist von irakischen Sicherheitskräften an die Aufständischen verraten worden. Das berichtete der «Tagesspiegel» unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Das Auswärtige Amt kommentierte den Bericht nicht.
Der Zeitung zufolge kündigte Osthoff ihre Reise an, auf der sie und ihr Fahrer entführt wurden. So habe sie leicht ausgespäht werden können. Weiter heißt es, der irakische Sicherheitsapparat sei bis zum Innenministerium von Aufständischen unterwandert.
Neues Geld holenEin Bekannter der Deutschen sagte, diese sei gemeinsam mit einem irakischen Kollegen aus der kurdischen Stadt Erbil nach Mossul gekommen. Vor zehn Tagen sei ihr dann das Geld ausgegangen, das sie von deutschen Wohlfahrtsorganisationen bekomme. «Sie sagte, sie wolle in Erbil neues Geld holen», sagte der Gewährsmann. «Sie machte sich mit ihrem Fahrer auf den Weg und kam nicht mehr zurück.»
Osthoff und ihr Fahrer waren am vergangenen Freitag entführt worden. Die 43-Jährige arbeitete in der nördlichen Stadt Mossul, wo sie ein historisches Gebäude restaurierte. Der Leiter der örtlichen Archäologie-Behörde, Musahem Mahmud al Saubai, sagte, seine Abteilung habe die Zentrale in Bagdad sowie den Vizegouverneur von Nineve und den Polizeichef Mossuls in den vergangenen Wochen mehrfach informiert, dass man die Sicherheit Osthoffs wegen der Rebellenaktivitäten nicht mehr gewährleisten könne. (nz)