netzeitung.deNeue Vorwürfe gegen britische Soldaten im Irak

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Folter-Foto als Beweis in einem früheren Prozess: britischer Soldat, irakischer Zivilist (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Folter-Foto als Beweis in einem früheren Prozess: britischer Soldat, irakischer Zivilist
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das britische Verteidigungsministerium hat eigenen Angaben zufolge mehr als 170 Beschwerden über Soldaten im Irak untersucht, in der Mehrzahl jedoch keine Beweise gefunden. Nun gibt es neue Berichte über Misshandlungen.

Britische Soldaten sind erneut beschuldigt worden, irakische Zivilisten misshandelt zu haben. In einer Sendung des britischen Senders BBC berichteten zwei irakische Brüder am Dienstag, britische Soldaten hätten vor zwei Jahren ihr Haus in Basra gestürmt und sie bewusstlos geschlagen. Von den Soldaten seien sie in ein Gefangenenlager gebracht worden, wo ihnen Wasser und Schlaf verweigert worden seien.

Militärunterlagen bestätigen laut BBC, dass die Männer kurzfristig inhaftiert worden waren. Beweise für Misshandlungen gebe es aber nicht.

Nach einem vertraulichen Bericht des Internationalen Roten Kreuzes ähneln die Aussagen der beiden Iraker einer langen Liste von Beschwerden, die britischen Soldaten in dem Lager Umm Kasr schwere Misshandlungen vorwerfen.

Das britische Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben 176 Beschwerden gegen Soldaten im Irak untersucht. In 156 Fällen habe es aber keine Beweise für die Anschuldigungen gegeben. Insgesamt wird elf britischen Soldaten wegen krimineller Vergehen im Irak der Prozess gemacht. (nz)