15.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Rumsfeld gesteht Versagen der USA im Irak ein
Die USA haben aus Sicht von Pentagon-Chef Rumsfeld im Irak versagt. Zumindest indirekt gestand der Minister dies ein, als er davon sprach, das Land sei «statistisch nicht sicherer» als direkt nach Husseins Sturz.
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat indirekt zugegeben, dass der jüngste Irak-Krieg zu keinem wirklichen Erfolg geführt hat. «Statistisch» sei der Irak nicht sicherer als nach dem Sturz des damaligen Staatschefs Saddam Hussein im April 2003, sagte der Pentagon-Chef im britischen Rundfunksender BBC.
Am Ende des Golffrieges seien die irakischen Soldaten zwar geflohen, festgenommen und besiegt worden. Danach hätten jedoch Aufständische an Macht gewonnen. Diese Zeit habe «Höhen und Tiefen» gehabt, so Rumsfeld. Er betonte zugleich, dass der Irak-Krieg trotz der nach wie vor instabilen Sicherheitslage im Land etwas bewirkt habe: Es hätten «eine Menge schlechter Dinge» geschehen können, die durch den Einsatz der USA und Großbritanniens nicht geschehen seien.
Rumsfeld beschuldigte Syrien, die Aufständischen im Irak mit zu unterstützen. Der Regierung des Iran warf der US-Minister vor, ebenfalls Einfluss auf das Geschehen zu nehmen. Die Grenzen beider Länder zum Irak seien «relativ durchlässig». (nz)