29. Mrz 2005 13:58
Eigentlich sollten die bei der Wahl unterlegenen Sunniten den irakischen Parlamentspräsidenten stellen. Doch der Wunschkandidat will nicht antreten.
Der Fernsehsender CNN berichtet, in den kommenden Tagen wollten sich die Abgeordneten nun auf einen Kandidaten einigen. «Wir brauchen mehr Zeit, um uns auf einen Kandidaten zu einigen», sagte der prominente sunnitische Politiker Adnan Patschatschi. Kurden und Schiiten sehen in der Einbeziehung der Sunniten in eine Regierung der nationalen Einheit die Chance, die Lage im Land zu stabilisieren. Mit der Bildung einer Regierung ist aber noch länger nicht zu rechnen. Streit gibt es auch über die künftige Rolle des Islams im Irak und die Besetzung der bis zu 50 Ministerposten.
Das Parlament ist jedoch unter Zeitdruck: Die Abgeordneten sollen bis Mitte August den Entwurf für eine Verfassung fertig stellen. (nz)