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CIA gibt Fehleinschätzung vor Irakkrieg zu

01. Feb 2005 18:11
In einem internen Report hat der US-Geheimdienst CIA erstmals eingeräumt, mit seiner Einschätzung falsch gelegen zu haben, dass im Irak noch ABC-Waffen vorhanden seien.

Der US-Geheimdienst CIA hat rund zwei Jahre nach Beginn des US-geführten Krieges gegen den Irak erstmals eingeräumt, dass es dort zu dem Zeitpunkt keine Massenvernichtungswaffen gab. In einem internen Report heißt es laut der «Los Angeles Times» stattdessen, dass der damalige irakische Diktator Saddam Hussein sein Programm für chemische Waffen 1991 beendet habe. Das Blatt beruft sich dabei auf Mitarbeiter der CIA.

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Diese hätten die Korrektur der früheren CIA-Position «Schwarz auf Weiß» als ungewöhnlich kommentiert. Der Report ist laut der «Los Angeles Times» nicht zur offiziellen Vorlage bei der US-Regierung gedacht, sondern dazu, interne Unterlagen mit der damaligen Fehleinschätzung zu aktualisieren.

Die US-Regierung hatte den Krieg ursprünglich mit der Existenz von ABC-Waffen im Irak begründet. Erst vor wenigen Wochen war bekannt worden, dass ein von der CIA geführtes Team im Dezember seine Suche danach eingestellt hat. David Kay, der frühere Leiter der Expertengruppe, hatte aber bereits vor einem Jahr in einem Kongress-Bericht eingeräumt, dass die damalige Einschätzung falsch gewesen sei.

Danach hatte der damalige CIA-Direktor George Tenet aber an seiner Einschätzung festgehalten, dass sich nach dem Ende aller Untersuchungen herausstellen werde, «dass wir weder völlig richtig noch völlig falsch lagen». (nz)

 
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