08. Nov 2004 09:03, ergänzt 09:07
Der US-Botschafter in Berlin hofft auf eine Besserung der Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. Er schloss zugleich nicht aus, dass er selbst Berlin verlässt.
Coats forderte, Europa müsse einen größeren Beitrag leisten, um die transatlantischen Beziehungen zu verbessern. «Ich denke, damit hat die US-Regierung in den vergangenen Jahren bereits begonnen», sagte er. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Reise des Bundeskanzlers nach Washington oder die Unterstützung für die Vermittlung der drei EU-Außenminister im Atomstreit mit Iran. Zu den Spekulationen, er könne US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Amt nachfolgen, sagte Coats, die Darstellung in vielen Medien sei nicht korrekt. Er wäre aber einem konkreten Angebot nicht abgeneigt, sagte er. «Man sagt nie nie zum US-Präsidenten. Falls er mich fragen würde, ob ich zu seinem Team gehören möchte, würde ich dies sicher ernsthaft erwägen. Es stimmt, ich habe viel Erfahrung in Sicherheitsfragen - aber das gilt für viele.» Auf jeden Fall werde er nach dem Ende seiner Amtszeit als Botschafter Anfang 2005 in die USA zurückkehren. (nz)