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Coats: US-Regierung wird keine
deutschen Truppen für Irak fordern

08. Nov 2004 09:03, ergänzt 09:07
Daniel Coats
Der US-Botschafter in Berlin hofft auf eine Besserung der Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. Er schloss zugleich nicht aus, dass er selbst Berlin verlässt.

Der amerikanische Botschafter Daniel Coats geht nicht davon aus, dass US-Präsident George W. Bush Deutschland um militärische Unterstützung für Irak bitten wird. Er sagte dem «Handelsblatt», seine Regierung habe akzeptiert, «dass Deutschland in der vorhersehbaren Zukunft keine Bundeswehrsoldaten in den Irak senden wird». Die USA hofften nun «andere Wege der Unterstützung».

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Coats forderte, Europa müsse einen größeren Beitrag leisten, um die transatlantischen Beziehungen zu verbessern. «Ich denke, damit hat die US-Regierung in den vergangenen Jahren bereits begonnen», sagte er. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Reise des Bundeskanzlers nach Washington oder die Unterstützung für die Vermittlung der drei EU-Außenminister im Atomstreit mit Iran.

Zu den Spekulationen, er könne US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Amt nachfolgen, sagte Coats, die Darstellung in vielen Medien sei nicht korrekt. Er wäre aber einem konkreten Angebot nicht abgeneigt, sagte er. «Man sagt nie nie zum US-Präsidenten. Falls er mich fragen würde, ob ich zu seinem Team gehören möchte, würde ich dies sicher ernsthaft erwägen. Es stimmt, ich habe viel Erfahrung in Sicherheitsfragen - aber das gilt für viele.» Auf jeden Fall werde er nach dem Ende seiner Amtszeit als Botschafter Anfang 2005 in die USA zurückkehren. (nz)

 
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