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USA: Keine Gefahr durch geklauten Sprengstoff

26. Okt 2004 07:27, ergänzt 09:20
Nach Einschätzung der US-Regierung stellt der im Irak verschwundene Sprengstoff kein Atomwaffenrisiko dar. Wann genau der Sprengstoff abhanden gekommen ist, ist unklar.

Die US-Regierung hat jegliche Verantwortung für das Verschwinden von 350 Tonnen Sprengstoff aus einem irakischen Waffenlager zurückgewiesen. Es sei unklar, ob das Material vor oder nach dem Einmarsch verschwunden sei, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Damit sei auch offen, wer zum Zeitpunkt des Diebstahls für die Kontrolle des Lagers zuständig gewesen sei.

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Eine Sprecherin der Internationalen Atomenergie-Organisation hatte erklärt, die Behörde habe Washington bereits vor dem Einmarsch aufgefordert, das Munitionslager auf dem Militärstützpunkt Al-Kakaa sorgfältig zu bewachen. Die IAEA unterrichtete inzwischen auch den Uno-Sicherheitsrat. Das Lager war nach einem Bericht der «New York Times» ungesichert, als der Sprengstoff entwendet wurde - und zwar, wie das Blatt schreibt, kurz nach dem Einrücken der US-Truppen.

Nach einem Bericht des Nachrichtensenders NBC, dessen Reporter die US-Truppen begleiteten, als diese in Al-Kakaa eintrafen, waren der in Frage stehende Sprengstoff bereits verschwunden. Man habe dort 32 Bunker und 87 andere Gebäude durchsucht, sagte auch ein Sprecher der Regierung nach Angaben von CNN. Man habe dort keine Massenvernichtungswaffen gefunden, aber Zeichen von Diebstahl bemerkt.

Ein Sprecher des Außenministeriums verteidigte auch die Sicherung von Waffenmaterial im Irak durch das US-Militär, fügte zugleich aber hinzu, dass ein hundertprozentiger Schutz wegen der vielen Waffen und Verstecke unmöglich gewesen sei. Laut Regierungssprecher Scott McClellan hat es sich um konventionellen Sprengstoff gehandelt. Das Material stelle kein Atomwaffenrisiko dar, versicherte er. Waffenexperten befürchten hingegen laut «New York Times», dass der Sprengstoff für Angriffe auf US-Soldaten benutzt wird. (nz)

 
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