25. Okt 2004 12:35
Im Irak sind große Mengen Sprengstoff von einem ehemaligen Militärstützpunkt verschwunden. Die Internationale Atomenenergiebehörde geht davon aus, dass mehrere hundert Tonnen fehlen.
Das irakische Wissenschaftsministerium habe die IAEA am 10. Oktober über das Verschwinden von rund 350 Tonnen Sprengstoff informiert. Die Agentur habe anschließend den Bericht untersucht und fünf Tage später die multinationalen Streitkräfte informiert, so die Sprecherin weiter. «Wir wissen aber weder, wann das explosive Material abhanden gekommen ist noch was mit ihm geschehen ist.» Bei dem Sprengstoff handelt es sich laut einem Bericht der «New York Times» unter anderem um «HMX» und «RDX», die sowohl als konventioneller Sprengstoff als zur Zündung von Atombomben oder für Raketensprengköpfe genutzt werden können. Das Material lagerte auf einem Militärgelände 50 Kilometer südlich von Bagdad, auf dem das frühere irakische Regime bis 1991 an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hatte. Die irakischen Behörden machten die mangelhafte Sicherung des Geländes für den Verlust verantwortlich. (nz)