US-Behörden hatten im Juli mitgeteilt, dass 1,7 Tonnen radioaktives Material aus dem Irak geschafft worden seien. Damit solle verhindert werden, dass das Material zum Bau «schmutziger» Bomben oder zum Aufbau eines militärischen Atomprogramms missbraucht werde. Laut el Baradei könnte jedoch weiteres verschwundenes Material inzwischen in die falschen Hände geraten sein.Die IAEA habe seit März 2003 keine Berichte mehr über Veränderungen bei den irakischen Atomanlagen erhalten, obwohl Behörden der USA und der irakischen Übergangsregierung dazu vertraglich verpflichtet seien. Die IAEA sei deshalb auf die Auswertung von Satelliten-Aufnahmen angewiesen. Einige Photos zeigten, dass ganze Lager leergeräumt und Gebäude geschleift worden seien, sagte el Baradei. (nz)