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Entführer der Italienerinnen im
Irak stellen 24-Stunden-Ultimatum

10. Sep 2004 11:20, ergänzt 14:37
Die Kidnapper der Italienerinnen im Irak haben Rom ein Ultimatum gestellt. Binnen 24 Stunden soll die Regierung zusichern, dass alle weiblichen muslimischen Häftlinge im Irak freikommen.

Thema: Geiselnahmen im Irak
Angebliche Anhänger von Terroristenchef Aiman al Sawahiri haben der italienischen Regierung eine Frist von 24 Stunden eingeräumt, um alle Musliminnen aus irakischen Gefängnissen freizulassen.

Wenn diese Forderung erfüllt werde, erhalte Italien Informationen über die entführten Italienerinnen Simona Pari und Simona Torretta, zitieren italienische Zeitungen aus der auf den heutigen Freitag datierten Botschaft, die auf der islamistischen Website www.islamic-minbar.com veröffentlicht wurde. Andernfalls werde das italienische Volk niemals etwas über das Schicksal der beiden Frauen erfahren, heißt es darin.

Für die Authentizität der Erklärung gibt es bislang keine Bestätigung. Auf der gleichen Website hatte sich die Gruppe «Ansar al Zawahiri» zuvor bereits zu der Entführung von Pari und Torretta bekannt. Experten zweifelten jedoch daran, dass die Botschaften echt seien.

Der Text liegt inzwischen der Staatsanwaltschaft von Rom vor, die in dem Entführungsfall ermittelt. Die Familie von Simona Torretta sagte «La Repubblica», sie wolle zu der Botschaft nicht Stellung nehmen. (nz)

 
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