Islamisten bekennen sich zu Entführung von Italienerinnen
08.09.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Dies werde nicht der einzige Angriff gegen Italien bleiben, heißt es in der Botschaft, deren Echtheit bislang nicht bestätigt ist. Die Entführung der Frauen sei die Strafe dafür, dass die italienische Regierung ihre Truppen nicht aus dem Irak abgezogen habe und weiter mit den USA kooperiere.
Simona Pari und Simona Torretta waren am Dienstag von etwa 20 bewaffneten Männern aus dem Büro einer Hilfsorganisation verschleppt worden, wo die beiden 29-Jährigen arbeiteten.
Auf der Website «islamic-minbar.com» waren im Sommer bereits Drohungen gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seine Regierung veröffentlicht worden. Die jüngste Erklärung sei in einer Art freiem Forum gepostet worden, sagte der Redaktionsleiter der arabischen Zeitung «Al Hayyat» in Kairo dem italienischen Blatt «La Repubblica».
Ein Mitglied des moslemischen Ulema-Rats verurteilte unterdessen in der libanesischen Hauptstadt Beirut die Entführung der Italienerinnen. Scheich Achmed Abdul Gaffur al Sammaraie appellierte zudem an die Kidnapper der beiden französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot, ihre Opfer freizulassen. (nz)

