netzeitung.deIslamisten bekennen sich zu Entführung von Italienerinnen

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Simona Torretta, eine der Entführten, mit Kindern im Irak (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Simona Torretta, eine der Entführten, mit Kindern im Irak
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eine islamistische Gruppe hat sich im Internet zu der Entführung von zwei Italienerinnen im Irak bekannt. Weitere Angriffe gegen Italien sollen folgen. Thema: Geiselnahmen im Irak Zwei Italienerinnen im Irak entführt Frankreich zweifelt an Lösegeld-Forderung irakischer Kidnapper Mehrere Geiseln im Irak freigelassen Leiche eines entführten Ägypters gefunden Entführer drohen mit Tötung türkischer Geisel

Auf einer islamistischen Website haben Anhänger von Terroristenchef Aiman al Sawahiri die Verantwortung für die Verschleppung von zwei Italienerinnen in Bagdad übernommen.

Dies werde nicht der einzige Angriff gegen Italien bleiben, heißt es in der Botschaft, deren Echtheit bislang nicht bestätigt ist. Die Entführung der Frauen sei die Strafe dafür, dass die italienische Regierung ihre Truppen nicht aus dem Irak abgezogen habe und weiter mit den USA kooperiere.

Simona Pari und Simona Torretta waren am Dienstag von etwa 20 bewaffneten Männern aus dem Büro einer Hilfsorganisation verschleppt worden, wo die beiden 29-Jährigen arbeiteten.

Auf der Website «islamic-minbar.com» waren im Sommer bereits Drohungen gegen den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seine Regierung veröffentlicht worden. Die jüngste Erklärung sei in einer Art freiem Forum gepostet worden, sagte der Redaktionsleiter der arabischen Zeitung «Al Hayyat» in Kairo dem italienischen Blatt «La Repubblica».

Bezug auf Geiseldrama in Beslan
Die Extremisten beziehen sich demnach ausdrücklich auf die Geiselnahme in einer Schule in Nordossetien, bei der mehr als 300 Menschen getötet wurden. Italien müsse mit ähnlichen Angriffen wie dem in der russischen Kaukasusrepublik rechnen, hieß es in der Drohbotschaft.

Ein Mitglied des moslemischen Ulema-Rats verurteilte unterdessen in der libanesischen Hauptstadt Beirut die Entführung der Italienerinnen. Scheich Achmed Abdul Gaffur al Sammaraie appellierte zudem an die Kidnapper der beiden französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot, ihre Opfer freizulassen. (nz)