netzeitung.deGefechte zwischen Schiiten und Koalitionsarmee

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In Irak sind bei Gefechten in der vergangenen Nacht neun Kämpfer der Miliz des Schiitenführers Sadr getötet worden. Ein Soldat der Koalitionsarmee wurde bei einer Entwaffnungsaktion der Schiiten-Armee getötet.

Bei Kämpfen in der vergangenen Nacht sind in Irak neun Aufständische der Armee des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr und ein Soldat getötet worden. Ein Stellvertreter Sadrs sagte laut Nachrichtenagentur AFP, weitere Kämpfer seien verletzt worden.

Die Gefechte zwischen den Kämpfern der schiitischen Mehdi-Miliz und den Soldaten der Besatzungstruppen ereigneten sich im Zentrum der Stadt Diwanijah, etwa 60 Kilometer südlich der zentralirakischen Stadt Nadschaf. Nach Angaben des Sadr-Vertreters hätten die Auseinandersetzungen bis in die frühen Morgenstunden angedauert. Ein Sprecher der US-geführten Koalitionsstreitkräfte bestätigte die Kämpfe ohne nähere Angaben zu machen.
Sadr ruft zum Widerstand auf
Ein Soldat der Besatzungstruppen wurde in der vergangenen Nacht bei einem Einsatz in Kerbela getötet. In einer Erklärung der von Polen kommandierten internationalen Division hieß es, der Soldat sei bei einem Einsatz zur Entwaffnung der Sadr-Miliz getötet worden. Kerbela liegt rund 110 Kilometer südlich von Bagdad.

Schiitenführer Sadr reiste von Nadschaf, seinem Aufenthaltsort in den vergangenen Wochen, in die schiitische Pilgerstadt Kufa. Dort forderte er seine Anhänger zum weiterem Widerstand gegen die Besatzungstruppen auf. (nz)