netzeitung.deBush: Hussein muss sich vor Justiz verantworten

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US-Präsident Bush hat ankündigt, dass Saddam Hussein «Gerechtigkeit widerfahren» werde. Ob der irakische Ex-Diktator hinter den seit Kriegsende immer schärferen Anschlägen auf die Besatzungsstruppen und ihre Verbündeten steckt, ist fraglich. Thema: Hussein gefasst Hussein soll vor irakisches Sondergericht kommen Hussein im Keller eines Bauernhauses bei Tikrit gefasst Hinweis auf Hussein kam aus «ihm nahe stehender Familie» Deutsche Politiker hoffen auf Wende in Irak Jubel in irakischen Städten Blair: Saddam vor irakisches Gericht stellen Festnahme Husseins wird international begrüßt Ein Actionfilm als Vorlage Das Leben des Diktators Vom Sturz zur Festnahme Saddam Husseins

Der festgenommene irakische Ex-Präsident Saddam Hussein wird sich nach Angaben von US-Präsident George W. Bush vor der Justiz zu verantworten haben. Dem Ex-Präsidenten werde «die Gerechtigkeit widerfahren, die er Millionen verwehrt hat», sagte Bush am Sonntag in Washington. Der US-Präsident warnte zugleich, die Festnahme Saddam Husseins werde die Gewalt nicht beenden. Er rief die Iraker auf, der Gewalt abzuschwören.

Die britische Regierung sprach sich gegen die Todesstrafe für Hussein aus. «Unsere Haltung zur Todesstrafe steht seit langem fest», sagte Staatssekretär Bill Rammell der BBC. Die Iraker müssten allerdings selbst entscheiden, wie sie mit dem Ex-Diktator umgingen.

Der Mann, der die Aktion zu Husseins Festnahme geleitet hatte, Generalmajor Raymond Odierno, hatte unmittelbar vor Bushs kurzer Ansprache in Bagdad darauf hingewiesen, dass im Versteck des Ex-Diktators im Keller eines Bauernhauses bei Tikrit keine Telekommunikationsmittel gefunden worden waren. Der Kommandeur der 4. Infanteriedivision hält es daher für unwahrscheinlich, dass Hussein selbst die Anschläge auf die Koalitionstruppen in Irak gesteuert habe. So lange er in Freiheit war, sei er aber möglicherweise ein moralischer Rückhalt für die Terroristen gewesen, spekulierte der Soldat.

Hussein angeblich nicht mehr in Irak
Nach US-Medieninformationen befindet sich Saddam Hussein nicht mehr in Irak. Die US-Armee habe ihn nach seiner Festnahme am Samstagabend in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit außer Landes gebracht, berichtete der Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf Armeequellen. Der Kommandeur der US-Truppen in Irak, Ricardo Sanchez, hatte Fragen zum Aufenthaltsort Saddam Hussein zuvor nicht beantwortet. Er sagte lediglich, dass der Ex-Machthaber an einen geheimen, sicheren Ort gebracht worden sei. (nz)