netzeitung.dePowell: Hussein plante nicht Anschläge in Irak

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Colin Powell (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Colin Powell
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach Einschätzung von US-Außenminister Powell steht Saddam Hussein nicht hinter den Anschlägen in Irak. Er verwende seine Zeit darauf, nicht festgenommen zu werden. Thema: Anschläge in Irak Anschlag auf US-Soldaten in Nordirak Annan will Schutz für UN-Mitarbeiter verbessern Al Qaeda kündigte Anschläge in Bagdad an US-Soldat bei Anschlag nahe Bagdad getötet US-Geheimdienste halten Hussein für Organisator der Anschläge in Irak

US-Außenminister Colin Powell hat Berichte zurückgewiesen, wonach der gestürzte irakische Präsident Saddam Hussein hinter einem Teil der Angriffe auf US-Truppen in Irak stehen soll. «Ich weiß nicht, wo er steckt oder was er tut, aber wir haben wirklich keine Belege für die Behauptung, dass er die Strippen zieht», sagte Powell dem amerikanischen TV-Sender ABC.

Die «New York Times» hatte am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, es gebe Hinweise, dass Saddam Hussein von seiner Heimatstadt Tikrit aus einen Teil der Anschläge auf US-Truppen leiten könnte. Powell sagte dazu, er habe die Behauptungen überprüft und könne einfach nicht sagen, «auf welcher Grundlage sie beruhen».

Keinen großen Rückhalt
Er selbst stützte seine Einschätzung jedoch ebenfalls nicht mit Belegen. Powell begnügte sich stattdessen mit der Versicherung, dass er sich sicher sei, dass der untergetauchte Ex-Machthaber einen Großteil seiner Zeit und Energie darauf verwende, sich vor den US-Truppen zu verstecken. Powell wörtlich: Hussein wisse, «dass er sein Gesicht nicht zeigen kann, weil wir ihn dann sicherlich fangen würden».

Powell ist überdies der Auffassung, dass Hussein keinen großen Rückhalt mehr in Irak habe. «Ich glaube nicht, dass ihn die irakische Bevölkerung herzlich empfangen würde», sagte er. (nz)