netzeitung.deAugenzeugen: Fünf Tote bei Hussein-Fahndung

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Bei der Fahndung nach dem irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein in Bagdad sollen fünf Iraker getötet worden sein. Ein US-Offizier sprach lediglich von einem Schusswechsel. Thema: Suche nach Hussein Saddam Hussein entkam Verhaftung US-Armee reißt Versteck von Hussein-Söhnen ab Leibwächter Husseins festgenommen Saddam Hussein in Mossul vermutet

Die US-Armee ist bei der Fahndung nach Saddam Hussein im reichen Bagdader Stadtviertel Mansur offenbar auf Widerstand gestoßen. bei der Erstürmung des Hauses eines einflussreichen Stammesführers sollen eine zunächst unbekannte Anzahl von Irakern getötet worden sein. Wie Augenzeugen am Sonntagabend berichteten wurden fünf Menschen getötet.

Die Iraker seien demnach bei einer mehrstündigen Razzia in einem Haus in Bagdad erschossen worden, sagte der Besitzer des Hauses, Scheich Amir Rabiha Mohammed el Schammar, der mit Saddam Hussein verwandt sein soll.

Fenster herausgeschossen
Er selbst sei nicht zu Hause gewesen, als das Haus gestürmt wurde, sagte Schammar.

Augenzeugenberichten zufolge riegelten die US-Truppen vor der Razzia die Straßen um das Gebäude ab. Dabei seien drei Autos beschossen worden. Aus Sicht eines Fotografen der Nachrichtenagentur AP hätten sich Spezialkräfte den Weg in das Haus freigeschossen. Als Beleg nannte er entleerte Schubladen auf dem Boden sowie im ganzen Haus verstreutes Druckerpapier, Videokassetten und DVDs. Die Fenster in der Rückwand des Hauses seien komplett herausgeschossen worden, sagte der Reporter.

Ein US-Militärsprecher teilte auf Nachfrage mit, zu laufenden Aktionen gebe die Armee keine Stellungnahme ab. Ein US-Offizier vor dem Gebäude sagte, die Soldaten seien beschossen worden. (nz)